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Wie komme ich zu Schweinfurt in Bayern mit der Bahn oder dem Bus?

Sehe Schweinfurt, Bayern, auf der Karte

Wegbeschreibungen zu Schweinfurt in Bayern mit ÖPNV

Folgende Verkehrslinien passieren Schweinfurt

    BahnBahn: RB53RE20RE54RB40RB50.BusBus: 639162.

Wie komme ich zu Schweinfurt mit Bahn?

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Bus Haltestellen nahe Schweinfurt in Bayern

  • Schweinfurt, Skf Werk 2,8 Min. Fußweg,
  • Schweinfurt Hans-Böckler-Str.,9 Min. Fußweg,
  • Schweinfurt Gericht,9 Min. Fußweg,
  • Schweinfurt Steg,10 Min. Fußweg,
  • Schweinfurt Rudolf-Diesel-Straße,12 Min. Fußweg,
  • Schweinfurt Friedrich-Straße,12 Min. Fußweg,

Bahn Haltestellen nahe Schweinfurt in Bayern

  • Schweinfurt Mitte,12 Min. Fußweg,
  • Schweinfurt Hbf,20 Min. Fußweg,

Buslinien nach Schweinfurt in Bayern

  • 63,Schweinfurt, Tor 4 - Schweinfurt, Roßmarkt,
  • 91,Schweinfurt, Roßmarkt - Schweinfurt, Roßmarkt,
  • 62,Röntgenstraße,
  • 11,Schweinfurt, Roßmarkt - Schweinfurt, Roßmarkt,
  • 12,Schweinfurt, Roßmarkt - Schweinfurt, Roßmarkt,
  • 13,Schweinfurt, Roßmarkt - Schweinfurt, Roßmarkt,
  • 21,Schweinfurt, Bodelschwinghstr. - Schweinfurt Werkstraße,
  • 41,Schweinfurt, Roßmarkt - Schweinfurt Werkstraße,
  • 44,Schweinfurt, Roßmarkt - Schweinfurt Werkstraße,
  • 52,Schweinfurt, Roßmarkt - Schweinfurt Werkstraße,
  • 53,Schweinfurt, Nußbergstraße - Schweinfurt Werkstraße,
  • 25,Werkstraße,
  • 61,Roßmarkt,
  • 8170,Wermerichshausen,
  • 8148,Werneck Eichenstraße,
Fragen & Antworten
  • Welche Stationen sind Schweinfurt am nächsten?

    Die nächsten Stationen zu Schweinfurt sind:

    • Schweinfurt, Skf Werk 2 ist 615 Meter entfernt, 8 Min. Gehweg.
    • Schweinfurt Hans-Böckler-Str. ist 629 Meter entfernt, 9 Min. Gehweg.
    • Schweinfurt Gericht ist 660 Meter entfernt, 9 Min. Gehweg.
    • Schweinfurt Steg ist 766 Meter entfernt, 10 Min. Gehweg.
    • Schweinfurt Rudolf-Diesel-Straße ist 871 Meter entfernt, 12 Min. Gehweg.
    • Schweinfurt Mitte ist 874 Meter entfernt, 12 Min. Gehweg.
    • Schweinfurt Friedrich-Straße ist 886 Meter entfernt, 12 Min. Gehweg.
    • Schweinfurt Hbf ist 1529 Meter entfernt, 20 Min. Gehweg.
  • Welche Bahnlinien halten in der Nähe von Schweinfurt

    Diese Bahnlinien halten in der Nähe von Schweinfurt: RB53, RE20, RE54.

  • Was ist der/die nächste Bahn station zu Schweinfurt in Bayern?

    Der nächstgelegene Bahn station zu Schweinfurt in Bayern ist Schweinfurt Mitte. Es ist ein 12 min Fußweg entfernt.

  • Was ist der/die nächste Bus haltestelle zu Schweinfurt in Bayern?

    Der nächstgelegene Bus haltestelle zu Schweinfurt in Bayern ist Schweinfurt, Skf Werk 2. Es ist ein 8 min Fußweg entfernt.

  • Wie hoch ist der Fahrpreis für Bus nach Schweinfurt?

    Der Fahrpreis von Bus nach Schweinfurt beträgt etwa €1.90 - €9.70.

  • Wie hoch ist der Fahrpreis für Bahn nach Schweinfurt?

    Der Fahrpreis von Bahn nach Schweinfurt beträgt etwa €1.90 - €11.60.

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ÖPNV nach Schweinfurt in Bayern

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Bahn:RB53RE20RE54RB40RB50RE55EVRB40RB50RE7RE57RE7RE57Bus:639162

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Schweinfurt adresse: Hahnenhügelbrücke Straße in Bayern

Schweinfurt
SchweinfurtSchweinfurt [ˈʃvaɪ̯nˌfʊʁt] (schweinfurterisch: Schweifert, Unterfränkisch: Schwainfodd; Beiname: Kugellagerstadt) ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken des Freistaats Bayern. Die wichtigste Industriestadt Nordbayerns und Hafenstadt am Main ist Oberzentrum, Verwaltungssitz des Landkreises Schweinfurt, Teilstandort zweier Landesbehörden und einer Technischen Hochschule, die derzeit als i-Campus Schweinfurt internationalisiert wird. Nach dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag die Stadt 2021 an fünfter Stelle in Deutschland. Als deutsche Ausnahme besteht Schweinfurt fast nur aus der Kernstadt, weshalb die Einwohnerzahl gemessen an der örtlichen Bedeutung klein erscheint. Die Agglomeration mit 100.500 Einwohnern (2021) ist einer der neun innerbayerischen Verdichtungsräume, das Einzugsgebiet Schweinfurts hat 759.000 Einwohner (2019) und täglich pendeln über 41.000 Arbeitnehmer in die Stadt mit der zweithöchsten Einpendlerquote Deutschlands (2018). Im Jahre 791 wurde Schweinfurt erstmals urkundlich erwähnt. Die Markgrafen von Schweinfurt besaßen um das Jahr 1000 Einfluss im Heiligen Römischen Reich. Schweinfurt war Reichsstadt und ein humanistisches Zentrum, in dem eine von Gustav Adolf II. 1632 vorbereitete Universitätsgründung infolge seines frühen Todes scheiterte. Im Jahre 1652 wurde in Schweinfurt die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt gegründet, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (seit 1878 in Halle, seit 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften) – noch vor der Royal Society in London (1660) und der Académie des sciences in Paris (1666). Im Jahre 1780 begann die Industrialisierung der Stadt, in der Tretkurbel-Fahrrad (1853), Fahrradfreilauf (1898) und Rücktrittbremse (1903) erfunden wurden. Im Zweiten Weltkrieg besaß Schweinfurt wegen seiner Schlüsselindustrie (Wälzlager) die beste Luftverteidigung Deutschlands, weshalb die Amerikaner über der Stadt ihre größte Luftniederlage erlitten. Durch die Wiedervereinigung gelangte Schweinfurt in die bundesdeutsche Mitte und wurde zum Autobahnknoten und Logistikzentrum. Durch Überwindung der Strukturkrise von 1993 wurde die Stadt nicht deindustrialisiert. Die Wälzlager-Konzerne SKF und Schaeffler, der viertgrößte Automobilzulieferer der Welt ZF Friedrichshafen, (u. a. Bau von E-Motoren für Automobile) und Fresenius Medical Care haben hier ihre größten Werke. Die Bedeutung von Forschung, Start-up-Unternehmen, Dienstleistungen und Handel nahm zu. Die Herkunft des Namens Schweinfurt (latinisiert Suinfurtis) ist unklar. Eine Erklärung leitet Suuinfurtero von seichte Furt ab (siehe auch: Hochwasser und Deiche, Karte). Der Siedlungsname ist wie folgt belegt: Schweinfurt liegt in der Mitte des Einzugsgebiets des Mains, der hier identisch mit dem Rhein-Main-Donau-Kanal (Europakanal) ist. Die Stadt besitzt eine zentrale deutsche wie europäische Lage und liegt in der Mitte des deutschen Sprachraums (D-A-CH). Seit dem Brexit liegt der Mittelpunkt der Europäischen Union 30 Kilometer südwestlich der Stadt. Im 120 km-Umkreis befinden sich drei Internationale Flughäfen. Schweinfurt ist auf der Deutschlandkarte leicht lokalisierbar, am Beginn des Maindreiecks und liegt etwa 40 Kilometer von Thüringen, Hessen und Baden-Württemberg entfernt. Die Stadt gehört keiner Metropolregion an und ist mit seinen Hochschul- und Forschungseinrichtungen mit der benachbarten Universitätsstadt Würzburg eng vernetzt, mit der sie den gemeinsamen Wirtschaftsraum Mainfranken bildet, der von Eurostat im 21. Jahrhundert bereits mehrmals unter den TOP 10 der führenden Hightech-Standorte Europas gelistet wurde. Die fränkische Industriemetropole liegt unmittelbar an der Schweinfurter Rhön und ist das Zentrum der Region Main-Rhön, deren nordwestliche Hälfte vom Bäderland Bayerische Rhön eingenommen wird. Schweinfurt wird von drei Welterbestätten umgeben (Bad Kissingen, Würzburg, Bamberg), liegt im Fränkischen Weinland und in der Mitte Mainfrankens; einer Kulturlandschaft mit eigenständigem Dialekt, die von Mittelgebirgen umrahmt wird, die zugleich Naturparks sind: Haßberge, Steigerwald, Spessart und Biosphärenreservat Rhön. In der Mitte dieses Mikrokosmoses liegt das Schweinfurter Land, ein Zentrum fränkischen Brauchtums (Fränkische Tracht, Kirchweihen, Plantanz). Schweinfurter Hinterland (links) und östlicher Stadtrand (Mitte und rechts) Durch den Fall des Eisernen Vorhangs änderte sich die wirtschaftsgeographische Lage Schweinfurts grundlegend. Die bayerische Stadt entwickelte sich zu einem wirtschaftlichen Brückenkopf und Bindeglied zwischen West- und Ostdeutschland. Die Autobahn 71 Erfurt–Schweinfurt wurde 2005 als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 16 und teuerste Autobahn Deutschlands fertiggestellt. Schweinfurt wurde zu einem Autobahnknoten in der deutschen Mitte. Mit der Bahn ist seit 2017 Berlin durch das 10 Milliarden Euro teure Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 in weniger als dreieinhalb Stunden erreichbar. München ist ab zweieinhalb und Hamburg ab vier Stunden erreichbar. Das ermöglichen zwei nahegelegene Hochgeschwindigkeitsstrecken, mit Umstieg in den ICE in Bamberg bzw. Würzburg. Berlin und München sind heute von Schweinfurt eine dreiviertel Stunde schneller als von Frankfurt am Main erreichbar. Alle Bundesautobahnen mit der 7 als erster Ziffer, mit Ausnahme des nördlichen Abschnitts der A 73, führen in Richtung Schweinfurt bzw. in Gegenrichtung. 5 km westlich des Autobahnkreuzes Schweinfurt/Werneck schneidet der 50. Breitengrad (siehe oben: 50°), der der Mainlinie und A 70 entspricht, den 10. Längengrad (siehe oben: 10°), der identisch mit der Nord-Süd-Achse Europas Dänemark – Norditalien und der A 7 ist. Dies ist der einzige Konfluenzpunkt zwischen einem Haupt-Breiten- und einem Haupt-Längengrad Deutschlands (Konfluenzdenkmal). Der größte Bereich des Stadtgebietes liegt im vom Main durchflossenen Schweinfurter Becken (Haupteinheit 136). Der Nordosten gehört zum bergigen Naturraum Hesselbacher Waldland (Haupteinheit 139), der identisch mit der Landschaft Schweinfurter Rhön ist. Das Stadtgebiet verfügt somit über relativ viele Wasser-, Grün- und Waldflächen. Die für Schweinfurt wohl namensgebende Furt (siehe: Etymologie) wird nicht an der heutigen Altstadt vermutet, sondern an der ersten Schweinfurter Siedlung, dem sogenannten Dorf Altstadt (siehe untere Karte und: Suuinfurtero marcu, Furt). Die Wasserflächen der Stadt umfassen ca. 170 Hektar (2021). Zwischen der Innenstadt und Sennfeld liegen der bis zu 170 Meter breite Main, der Schleusenkanal und zwei (einstige) Nebenarme des Mains: der Altarm Saumain und das Altwasser Sennfelder Seenkranz. Sie bilden mit dem Main einen hier bis zu 800 Meter breiten Gewässerkomplex. Durch den Nordwesten des Stadtgebietes fließt in einem Bogen die Wern. Aus der Schweinfurter Rhön fließen Marienbach und Höllenbach in den Main. Zu beiden Seiten der südlichen Stadtgrenze liegen mehrere Bagger-, Naturseen und Mainbuchten, mit zahlreichen Bademöglichkeiten (siehe: Promenaden, Strände und Wälder). Breite Flussauen im Osten der Stadt geben dem Hochwasser Raum zur Ausbreitung. Das nordmainische Schweinfurt ist hochwasserfrei, da hier auch die niedrigsten Gebiete auf einem Sockel, etwa 10 bis 15 Meter über dem Main liegen. Jedoch richteten an der Infrastruktur entlang von Main und Marienbach (bis zu seiner Tieferlegung) Hochwasser und starker Eisgang wiederholt größere Schäden an, insbesondere 1845 und 1909. Der südmainische Teil der Stadt wurde im größeren Umfang erst ab den 1960er Jahren baulich erschlossen und besteht aus nahezu unbewohnten Industrie- und Gewerbegebieten. Sie wurden durch Anlage von Deichen vor Hochwasser geschützt und bisher weder überflutet noch gebrochen. Über zehn Kilometer Deiche in Schweinfurt und Vororten wurden bis 2008 saniert und weiter erhöht. Die Wälle wurden um sechs Meter verbreitert und die Dammkrone um 70 cm auf 3,50 m erhöht. Bei den Berechnungen wurde die Klimaerwärmung berücksichtigt und auf das statistisch einmal in 100 Jahren auftretende größte Hochwasser (zuletzt 1909) 15 % an Wassermassen zugeschlagen. Die Deiche wurden im Kern mit einer 40 cm starken Betonwand versehen, die acht bis zehn Meter tief unterhalb der Wälle verankert wurde, sodass auch bei flussseitiger Abschwemmung des Erdwalls Hochwasserschutz bestehen bleibt. Neue, öffentlich begehbare und mit dem Rad befahrbare Wartungswege auf der Deichkrone wurden angelegt und ein Deichhinterweg zur regelmäßigen Unterhaltung bzw. Beobachtung und Verteidigung des Deiches bei Hochwasser. Innerhalb des Stadtgebietes liegen, trotz eng gezogener politischer Grenzen, relativ ausgedehnte Wälder (Stadtwald und Hospitalstiftung), mit einer Gesamtfläche von 1.756 Hektar. Die Waldgebiete liegen größtenteils im Nordosten, auf den Höhen der Schweinfurter Rhön; Laubwald dominiert. Der Schwebheimer Wald, mit völlig anderem Charakter und von Seen umgeben, liegt 100 Meter tiefer, im brettflachen, wintermilden Becken südlich des Mains. Neben Laubwald kommen dort auf Sandboden auch Kiefern vor. 25.000 Stadtbäume gibt es an Straßen und in Parks, weshalb Schweinfurt als grüne Stadt gilt. Die Wehranlagen gehören zu den ältesten botanischen Gärten Deutschlands und ziehen sich zwei Kilometer am Main entlang. Die Altstadt ist größtenteils von Ringanlagen umgeben. Neben mehreren weiteren Parks sind auch Hauptfriedhof, Sachs-Stadion und Carus-Allee parkähnlich angelegt. Zudem durchziehen grüne Bänder die bergige, nördliche Stadthälfte. 40,5 Hektar beträgt die Fläche der neun Kleingartenanlagen. Ein Naturschutzgebiet, zwei Landschaftsschutzgebiete, zwei FFH-Gebiete und ein Geotop liegen ganz oder teilweise auf dem Stadtgebiet. Siehe auch: Liste der Naturschutzgebiete in der Stadt Schweinfurt, Liste der Landschaftsschutzgebiete in Schweinfurt, Liste der FFH-Gebiete in der Stadt Schweinfurt und Liste der Geotope in Schweinfurt Der erste Tiergarten der Stadt eröffnete 1869 als Privatzoo am Teilberg. Er wurde 1879 in die Wehranlagen verlegt (Tiergarten an der Pfinz) und 1944 von Fliegerbomben teilzerstört. Bernhard Grzimek entwarf einen nicht realisierten Ausbauplan des Zoos, der ab 1949 verfiel. Im Jahre 1966 wurde im Stadtwald der Wildpark an den Eichen eröffnet und seitdem ständig erweitert, heute mit 500 Tieren auf 18 Hektar. In Schweinfurt wird seit über 1000 Jahren Weinbau betrieben. Ein Kloster aus dem Elsass bestellte im 8. Jahrhundert Wein aus Suinuurde. Im 19. Jahrhundert war Schweinfurt eine bedeutende Weinbau- und Weinhandelsstadt, 1802 mit etwa 320 Hektar Rebfläche. Größere Bereiche des östlichen Stadtgebietes, insbesondere am Kiliansberg (siehe: rechtes Bild) liegen auf einstigen Weinbergen. 1902 tauchte die Reblaus in Franken auf und traf den Schweinfurter Raum besonders hart. Seit den 1980er Jahren wird wieder an bzw. unweit der Peterstirn in den historischen Weinlagen Schweinfurter Peterstirn und Schweinfurter Mainleite Weinbau betrieben, mit der Leitsorte Silvaner. Die Schweinfurter Weinberge sind großlagenfrei und gehören heute mit 3,54 Hektar bestockter Rebfläche (2017) zum Bereich Volkacher Mainschleife des Fränkischen Weinbaugebietes. Der Weinbau hat für die örtliche Wirtschaft keine Bedeutung mehr, aber für die Kultur, die eigene Wahrnehmung und den Lebensstil der Bevölkerung (Gastronomie, Heckenwirtschaften, Weinfeste). Durch die Unterbrechung des Weinbaus Mitte des 20. Jahrhunderts blieben, im Gegensatz zum Kitzinger und Würzburger Raum, die Weinberge in und um Schweinfurt von der Zuordnung zu den umstrittenen Großweinlagen, von Massenwein und von den Flurbereinigungen der 1970er Jahre verschont, bei denen die historischen Weinbergs-Strukturen weithin zerstört wurden (siehe auch: Peterstirn, Weinbau). Weinbau in Schweinfurt Schweinfurt besitzt gemäßigtes Kontinentalklima, das sonst in Westdeutschland nirgends vorkommt, aber in Ostdeutschland weit verbreitet ist; Schweinfurter und Berliner Klima-Eckdaten sind nahezu identisch. Dieses Klima ist gekennzeichnet durch wenig Niederschlag, warme Sommer und kalte Winter, die infolge der Klimaerwärmung seltener wurden. Der geringe jährliche Niederschlag von 602 mm folgt aus der Lage im Windschatten des Landrückens Rhön–Spessart; vor der Klimaerwärmung lag er bei 570 mm, einen der niedrigsten Werte Westdeutschlands. Die höchsten Niederschlagsmengen weist der Sommer auf, insbesondere durch Hitzegewitter und Starkregen, weshalb das städtische Kanalnetz überdurchschnittlich dimensioniert wurde. Schweinfurt wurde 2015 mit 4,5 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer „Deutschlands Blitzhauptstadt“. Mit 1665 Sonnenstunden (Mittelwert 2014–2018) liegt die Stadt im höheren Bereich. Das Frühjahr zieht in Bayern als erstes im Maintal ein und ist im Schweinfurter Becken sehr ausgeprägt (Baumblüte). Im Stadtklima wird der Wärmeinsel-Effekt durch begünstigende topografische Faktoren abgemildert und ist geringer als beispielsweise im benachbarten Würzburg. Schweinfurt liegt nicht in einem Talkessel, besitzt relativ viel Stadtgrün und Gewässer, zudem verläuft hier das Maintal parallel zur Hauptwindrichtung West–Ost. Die Geologie des Stadtgebietes reicht unten von den älteren harten Kalk- und Mergelsteinen des Oberen Muschelkalks über den weicheren tonig-mergeligen, von einzelnen Sandsteinen und Kalkbänken unterbrochenen Unterkeuper (Lettenkeuper), bis zu den weichen Tonsteinen des Gipskeupers oben. Sedimente (Kies und Sand) schufen die Schwemmebene zwischen Main und Schwebheimer Wald. Die Tektonik des Stadtgebietes wird von der nordöstlich der Innenstadt von Nordwesten nach Südosten streichenden Kissingen-Haßfurter Störungszone geprägt, die das Hebungsgebiet des Kissingen-Haßfurter Sattels von der Schweinfurter Mulde trennt. Das Stadtgebiet besteht fast nur aus der Kernstadt (Gründe siehe: Keine Eingemeindungen bei Gebietsreform). Es gibt keine amtliche Stadtgliederung, was für bayerische Städte unter 100.000 Einwohnern nicht verpflichtend ist. Das Stadtgebiet wurde jedoch für die interne Verwaltung in 15 Stadtteile (Blaulinks auf der Liste) und 25 Bezirke eingeteilt. Die Altstadt bildet dabei einen Bezirk, der auf dieser Liste dem Stadtteil Innenstadt zugeordnet wurde. Für zwei Stadtteile (Bezirk 51 und 52) wurden zum leichteren Verständnis die umgangssprachlichen Bezeichnungen angegeben. Die verwaltungsinterne Einteilung der Stadtteile wurde von den Immobilienportalen übernommen. 1 Der Anteil der Doppelstaatler bezieht sich nicht auf die ausländische, sondern nur auf die deutsche Bevölkerung mit zwei Pässen Die frühe Geschichte Schweinfurts bis zum Hochmittelalter ist wenig erforscht. Veröffentlichungen hierzu sind widersprüchlich und lassen Fragen offen, bis hin zur Klärung, an welchem Ort im heutigen Stadtgebiet die (reichs)städtische Geschichte begann. Es wurde der Vorwurf der Zerstörung archäologischer Funde bei Bauarbeiten, unterbliebener fachmännischer Untersuchungen und mangelhafter Dokumentationen für den Zeitraum bis in die 1960er Jahre erhoben. Ähnliches gilt für den Burgberg Peterstirn. In Schweinfurt gibt es keine Universität, die wissenschaftliche Aufarbeitung der frühen Geschichte ist spärlich. Die deutsche Mittellage Schweinfurts an der Mainlinie bestimmte die Geschichte und Kultur der Stadt. Die fränkische Region war frei von äußeren Einflüssen, wie wenig andere Gebiete. Sie stand nie unter römischer, napoleonischer oder preußischer Herrschaft, war nie slawisch besiedelt und ist vom Wesen her nicht bayerisch. Franken zeichnete sich durch eine große Königs- bzw. Reichsnähe aus und bildete eines der Zentren des Heiligen Römischen Reiches. Der Fränkische Reichskreis mit der ursprünglichen Nr. 1 konstituierte sich 1517 in Schweinfurt. Die protestantische Stadt war ein Zentrum der Aufklärung, im scharfen Kontrast der umgebenden Hochstifte Würzburg und Bamberg, mit Hexenverbrennungen bis ins 18. Jahrhundert. Überregionale politische Bedeutung besaß Schweinfurt lediglich vor 1000 Jahren. Überregionale wirtschaftliche Bedeutung besitzt die Stadt seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Wirtschaftliche Krisen wie Aufschwünge traten hier früher und stärker als anderswo in Deutschland auf – die Stadt wurde zum Frühindikator. Während der jüngsten Vereisungsphase, der Würm-Eiszeit, die um 10.000 v. Chr. endete, lag das Gebiet Schweinfurts in der Mitte des eisfreien, ca. 250 km breiten Korridors, zwischen dem alpinen und dem skandinavischen Eisschild. Erste historische Zeugnisse befinden sich im Vorort Dittelbrunn, wo ein mittelsteinzeitlicher Fund (um 10.000 v. Chr.) belegt ist. Innerhalb des heutigen Stadtgebietes lassen sich Siedlungsspuren seit 7500 Jahren (Beginn der Jungsteinzeit) nahezu lückenlos nachweisen: von der Bandkeramischen Kultur (5500 bis 5000 v. Chr.) mit zwei Langhäusern an der an Dittelbrunn grenzenden Eselshöhe, über die Stichbandkeramik (4900 bis 4500 v. Chr.), weiteren Epochen der Jungsteinzeit (bis 2200 v. Chr.), der Urnenfelderzeit (1300 bis 800 v. Chr.), der Hallstattzeit (800 bis 450 v. Chr.) am Fischerrain, bis zur Latènezeit (450 v. Chr. bis zum Jahr 0) ebenfalls am Fischerrain. Eine Besiedlung durch Kelten um 500 v. Chr. und Germanen ist am Biegenbach, zwischen dem Bergl und Geldersheim, nachgewiesen. Die erste namentlich bekannte Siedlung auf Schweinfurter Stadtgebiet ist die Wüstung Affeltrach am Ufer der Wern, am Nordrand von Bellevue. Der Name leitet sich wohl vom althochdeutschen Wort für Apfelbaum, aphaltar, her. Wahrscheinlich wurde das Dorf bereits in vorchristlicher Zeit von Germanen gegründet. Auf dem Gebiet der ersten Siedlung Schweinfurts, dem sogenannten Dorf Altstadt (nicht zu verwechseln mit der heutigen, einen Kilometer weiter westlich gelegenen Altstadt) stieß man auf vorgeschichtliche Funde eines etwa 7000 Jahre alten Langhauses der Bandkeramik sowie auf eine Fischersiedlung der Eisenzeit aus dem 5. bis 2. Jahrhundert v. Chr. Letztere lag von der Fischersiedlung am Fischerrain 1,3 Kilometer mainaufwärts (siehe: Gewässer, Karte: Bereich Altstadt/Peterstirn). Siehe auch: Suuinfurtero marcu, Urgeschichte Die Franken besiegten die Thüringer 531 und überlagerten daraufhin die erste Schweinfurter Siedlung. Damit war die Christianisierung verbunden, die in Franken Ende des 7. Jahrhunderts einsetzte (Kilianskirche). Im Jahre 791 wurde Schweinfurt erstmals urkundlich erwähnt, im Codex Edelini des Klosters Weißenburg, als Suuinfurtero marcu (Dorf Altstadt). Bereits vier Jahrzehnte zuvor waren an gleicher Stelle Besitzungen des Klosters erwähnt worden. Die Anfänge des Dorfs Altstadt gehen bereits auf das Jahr 650 zurück. Im ersten Jahrtausend gab es auf heutigem Stadtgebiet zwei weitere urkundliche Erwähnungen von Hilpersdorf und Affeltrach (siehe: Urgeschichte) beide im Jahr 951. Die Markgrafen von Schweinfurt errichteten im 10. Jahrhundert ihre Stammburg oberhalb des Mains auf der Peterstirn, unweit östlich der markgräflichen Siedlungen (Dorf Altstadt). Bedeutung erlangte Schweinfurt bereits im Jahre 941 mit der Nennung Bertholds als erstes Glied der Markgrafen. Er nahm eine wichtige Position im zentralen Reichsgebiet ein, dem Herzogtum Franken. Berthold gab König Otto I. (regierte 936–973) gegen aufständische Stammesherzöge wertvolle Waffenhilfe. Als Dank erhielt Berthold von Otto die Grafschaften des Folkfeld- und des Radenzgaus sowie die Markgrafschaft des Nordgaus, etwa die heutige Oberpfalz. Dadurch waren er und ab 980 sein Sohn Heinrich von Schweinfurt (genannt: „Hezilo“) die mächtigsten weltlichen Adeligen im heutigen Nordbayern, mit einer Kette von Burgen bis in den Bayerischen Wald. Hezilo unterstützte Heinrich II. (regierte 1002–1024) bei der Königswahl und bekam dafür die Herzogswürde von Baiern zugesagt. Nach der Wahl löste Heinrich II. das Versprechen nicht ein. Darauf kam es 1003 zur Schweinfurter Fehde infolge der Hezilo seine dominierende Stellung verlor. Die Markgrafen mussten sich nun nahezu ganz auf ihren Stammsitz auf der Peterstirn zurückziehen. Es war ein Machtvakuum in Ostfranken entstanden, in dem Heinrich II. das Bistum Bamberg gründete, das 1007 von Papst Johannes XVIII. bestätigt wurde. Das Schweinfurter Adelsgeschlecht, mit Judith von Schweinfurt als sagenumwobener und bis heute in der Stadt populärer Figur, starb nach Otto von Schweinfurt im Mannesstamm aus. Burgberg Peterstirn mit abgegangenen Orten Siehe auch: Suuinfurtero marcu, Handelsstraßen Das wohl als Sühnestiftung wegen der Erhebung Hezilos gegen Heinrich II. von Hezilos Mutter Eila 1003 auf der Peterstirn gegründete Nonnenkloster (später Benediktinerkloster) verwahrloste und gelangte 1112 mit der markgräflichen Siedlung als Erbe in den Besitz des Hochstifts Eichstätt. Die heutige Altstadt rund um den Marktplatz entstand im 12. Jahrhundert, in der Zeit der Staufer, wovon St. Johannis als ältestes, erhaltenes Gebäude der Stadt zeugt. Sie wurde einen halben Kilometer westwärts des Dorfs Altstadt, jenseits des Marienbachs und unmittelbar östlich des zunächst weiterhin eigenständigen Fischerrains errichtet. Hierzu gibt es zwei Ansichten, die einer allmählichen Verlagerung des Dorfs oder die einer Gründungsstadt in Konkurrenz zur eichstättischen Siedlung durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa (regierte 1152–1190) als Civitas Imperii (Reichsstadt), unter Verwendung von vorhandenem Krongut. Die Stadtplanung nach den Prinzipien der Staufer und der klassische, mittelalterliche Stadtgrundriss mit Straßenkreuz sprechen für eine Gründungsstadt (siehe: Altstadt (Schweinfurt), Stadtgründung). An der neu gegründeten Stadt liefen wichtige Handelsstraßen zusammen, vom Untermain und Obermain, aus Nürnberg und Erfurt. Als erstes Stadtviertel entstand der Zürch. Bis 1524 waren alle Bewohner des Dorfs Altstadt übergesiedelt, das danach verfiel. Im Kampf um die Vorherrschaft Mainfrankens zwischen den Hennebergern und dem Bischof von Würzburg wurde die Stadt zwischen 1240 und 1250 zerstört (Erstes Stadtverderben). In einem Brief König Wilhelms vom 9. Januar 1254 heißt es, Schweinfurt sei früher Reichsstadt gewesen („...Swinforde, que olim imperii civitas fuerat“). Es bleibt unklar, ob jemals der Stadt Rechte entzogen wurden oder ob nur auf die Zerstörung Bezug genommen wird. Jedoch ist dieser Brief der erste urkundliche Nachweis von Schweinfurt als Reichsstadt und somit auch als Ort mit Stadtrecht. Auch wird nicht ausgeschlossen, dass das Erste Stadtverderben noch im Dorf Altstadt stattfand, das dann bereits Reichsstadt gewesen sein müsste. Von der Alten Reichsburg östich des Dorfs Altstadt wird auch die Eigenart Schweinfurts als Reichsstadt abgeleitet. Siehe auch: Suuinfurtero marcu, Dorf oder Stadt? und Suuinfurtero marcu, Früh- und Hochmittelalter Die Reichsstadt Schweinfurt errichtete die erstmals 1258 urkundlich erwähnte und heute teilweise noch erhaltene Stadtbefestigung. 1282 wurde Schweinfurt von Rudolf von Habsburg (regierte 1273–1291) als Reichsstadt bestätigt. Jedoch bereits 1309 verpfändete König Heinrich VII. Schweinfurt an den Grafen von Henneberg, worauf 1310 im Zürch die Hennebergische Reichsburg errichtet wurde. Im Jahre 1354 erwarb der Bischof von Würzburg eine Hälfte der Pfandschaft. In den Jahren 1361 und 1362 löste Schweinfurt selbst eine Hälfte der Pfandschuld ein und erhielt dafür von Kaiser Karl IV. wertvolle Privilegien (Gerichtshoheit, Verpfändungsfreiheit u. a. m.). Schweinfurt war wieder reichsunmittelbar. In den Jahren 1385 und 1386 löste die Stadt die zweite Hälfte der Pfandschuld ein und trat dem Schwäbischen Städtebund bei. Im Jahre 1397 erteilte König Wenzel der Stadt wertvolle Privilegien zur Nutzung des Mains. Im Jahre 1436 wurde Oberndorf erworben. Im Jahre 1437 konnten aufgrund guter wirtschaftlicher Entwicklung zudem die Besitzungen des Deutschen Ordens mit dem Dorf Altstadt, der Burg Peterstirn und den Dörfern Zell und Weipoltshausen mit allen vogteilichen Rechten erworben werden. Die Bürger dieser Orte erhielten kein Bürgerrecht, sondern waren Beisassen. Im Jahre 1437 begann die inzwischen notwendig gewordene Stadterweiterung. Siehe auch: Hennebergische Reichsburg Schweinfurt, Geschichte Im Jahre 1542 schloss sich die Stadt der Reformation an. Im Zweiten Markgrafenkrieg wurde Schweinfurt 1553 durch Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach erstmals besetzt. Infolge des Kriegs wurde die Stadt 1554 geplündert und in Brand gesetzt. Dies ging als Zweites Stadtverderben in die Stadtgeschichte ein (siehe: Geschichte Schweinfurts, Zweites Stadtverderben). Der Wiederaufbau der Stadt zog sich bis 1615 hin. In dieser Form blieb die Altstadt bis ins frühe 19. Jahrhundert fast unverändert. 1609 trat die Stadt der Protestantischen Union bei. Nach dem Erwerb der Exklave Madenhausen im Jahre 1620 umfasste das Territorium der Reichsstadt Schweinfurt 53 km², das von Südwesten nach Nordosten eine Ausdehnung von 17 Kilometern hatte. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) öffnete die Reichsstadt 1631 dem schwedischen König Gustav II. Adolf (regierend 1611–1632) ihre Tore. Die schwedische Zwischenregierung endete 1634, danach wurde Schweinfurt für über zwölf Jahre von kaiserlichen Truppen besetzt. Im Jahre 1647 eroberten schwedische Truppen unter einigen Schäden die Stadt, die ansonsten den Dreißigjährigen Krieg schadlos überstand. Der schwedische Generalfeldmarschall Carl Gustaf Wrangel hatte hier für einige Zeit sein Hauptquartier und baute die Stadtmauer in eine moderne Befestigungsanlage mit vorgelagerten Schanzen aus. Schweinfurt in der frühen Neuzeit Gustav Adolf II. wollte in Schweinfurt, als protestantischen Gegenpol zur Universität Würzburg, eine vom katholischen Dogmatismus befreite, allein der Wissenschaft verpflichtete Universität gründen. Zur Finanzierung nahm er im Dreißigjährigen Krieg dem Hochstift Würzburg 18 Ortschaften weg und schenkte sie 1632 der Reichsstadt. Das Vorhaben wurde durch seinen Tod in der Schlacht bei Lützen und durch das Ende der örtlichen schwedischen Herrschaft 1634 vereitelt, die 18 Orte mussten wieder zurückgegeben werden. Die Lateinschule wurde im 13. Jahrhundert gegründet, aus der berühmte Humanisten hervorgingen: Konrad Celtis (1459–1508), 1493 zum ersten deutschen poeta laureatus gekrönt; Johannes Cuspinian (1473–1529), 1500 Rektor der Universität Wien und Johannes Sinapius (1502–1560), 1534 Professor der Medizin an der Universität Ferrara. Olympia Fulvia Morata (1526–1555) aus Ferrara scharte in Schweinfurt einen Kreis humanistisch gebildeter Freunde um sich und wurde als neue Sappho gepriesen. 1632 wurde das Gymnasium Gustavianum gegründet. Die chemische und Farbenindustrie machte 1770 den Anfang der umfassenderen Industrialisierung mit der Errichtung der Wolf’schen Bleiweißmühle, die 1780 zur Bleiweißfabrik ausgebaut wurde. Danach entstanden fabrikähnliche Anlagen an der Bellevue und im benachbarten Niederwerrn. Im Gebiet um das Mariental entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts das erste Industriegebiet Schweinfurts. Der Reichsdeputationshauptschluss schlug Schweinfurt 1802 zu Bayern. Infolgedessen verlor die Stadt ihre Reichsfreiheit sowie die Hälfte ihres Territorium, da die zu ihr gehörenden Dörfer ausgegliedert wurden. Die kurze Zugehörigkeit zum Großherzogtum Würzburg ab 1810 blieb eine folgenlose Episode. Durch den Wiener Kongress fiel die Stadt 1814 endgültig an das 1806 gegründete Königreich Bayern. Nach der reichsstädtischen Misswirtschaft im 18. Jahrhundert erwies sich dies ökonomisch und bezüglich einer zeitgemäßen Stadtentwicklung als vorteilhaft. Im Jahre 1852 erfolgte mit der Eröffnung der Ludwigs-Westbahn von Bamberg zum Stadtbahnhof der Anschluss an das Eisenbahnnetz, 1874 wurde 2,5 Kilometer weiter westlich der Hauptbahnhof im damals noch selbständigen Oberndorf als Centralbahnhof errichtet. Die Gründung des Deutschen Reichs (1871) war aufgrund der bayerischen Reservatrechte für die Entwicklung der Stadt von geringer Bedeutung, die Bayerische Eisenbahnverwaltung blieb bestehen. 1884 eröffnete Leonhard Tietz in der Spitalstraße seine zweite Filiale Deutschlands (Vorläufer der Warenhauskette Kaufhof). Um die Jahrhundertwende begann der Aufschwung der örtlichen, metallverarbeitenden Industrie und es entstanden Gründerzeitviertel. Die Schweinfurter Straßenbahn verband als Pferdebahn und erste kommunale Straßenbahn Bayerns von 1895 bis 1921 den Hauptbahnhof mit dem Stadtzentrum. Die modernen Fahrrad-Komponenten wurden um 1900 in Schweinfurt erfunden, und damit das moderne Fahrrad (siehe Artikel-Einleitung). Schweinfurt im Königreich Bayern 1 Im Zweiten Weltkrieg zerstört 2 Im Zuge des Stadtumbaus-West um 2000 abgebrochen 3 Nach dem Zweiten Weltkrieg Kaufhaus Kroneneck, 1986 abgebrochen. Bei der Ermordung des ersten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner im Februar 1919 entging dessen Mitarbeiter Benno Merkle und spätere Schweinfurter Oberbürgermeister (MSPD, 1920–1933) knapp den Schüssen. Nach Ausrufung der Münchner Räterepublik im April 1919 durch den „Arbeiter- und Soldaten-Rat“ (ASR) wurde der Schweinfurter Gewerkschafter Fritz Soldmann „Volksbeauftragter des Inneren“ und forderte per Telegramm die Stadt auf, sich der Räterepublik anzuschließen. Auf der Maininsel Bleichrasen waren tausende Menschen bei der Ausrufung dabei. In der Stadt kam es zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen mit einigen Toten. Die ASR nahm nachts einen Panzerzug unter Feuer und beschoss vom Oberndorfer Wasserturm den Hauptbahnhof. „Die Arbeiterhochburg am Main war einige Tage lang sowjetisch.“ Im Jahre 1929 wurde die deutsche Wälzlagerindustrie in einem Kartell unter Führung der schwedischen SKF sowie von Ernst Sachs (Fichtel & Sachs AG) und Georg Schäfer (Kugelfischer) neu geordnet, was sich für den Standort Schweinfurt als Weichenstellung erwies. Sachs verkaufte seine Wälzlagersparte (Werk 1 an der Schrammstraße, siehe oberes rechtes Bild) an die SKF, die bereits seit 1925 eine aggressive Expansionsstrategie verfolgte. SKF erwarb zudem die Schweinfurter Fries & Höpflinger AG, die mit der erweiterten SKF zu den Vereinigten Kugellagerfabriken (VKF, ab 1953 SKF) verschmolzen wurde. VKF beherrschte 80 % des deutschen Marktes. Einziger verbliebener deutscher Konkurrent war Kugelfischer. Die deutsche Wälzlagerindustrie wurde nun komplett von Schweinfurt aus gesteuert. Anfang der 1930er Jahre war Adolf Hitler in der von der SPD dominierten Arbeiterstadt nicht sehr beliebt. Zu seinem zweiten Besuch in der Stadt 1932 kamen nur etwa 9000 Menschen, während ihn zuvor in Coburg über 70.000 gehört hatten. Hitler soll in Schweinfurt äußerst ungehalten gewesen sein, auch da ihn bei der Einfahrt viele „Pfui“-Rufe begleitet hatten. Auf die wirtschaftliche Depression folgte ab 1934 ein von Arbeitsbeschaffungsprogrammen und Kriegsrüstung getragener Wirtschaftsaufschwung. Die Mitarbeiterzahl der metallverarbeitenden Großfirmen stieg bis 1939 auf 20.700 an. Weitläufige, moderne Industrie- und Wohnanlagen, das Willy-Sachs-Stadion und Kasernen entstanden. Der Zweite Weltkrieg brach mitten im Bauboom aus. Teile der Produktion wurden in andere Orte verlegt. Die kriegswichtige Wälzlagerindustrie war eine Schlüsselindustrie für den Panzer- und Flugzeugbau. Laut Albert Speer wäre bei Ausfall der Schweinfurter Industrie der Krieg in zwei Monaten zu Ende gewesen, weshalb die Stadt die beste Luftverteidigung Deutschlands besaß. In 22 Luftangriffen wurde die Stadt zu 40 % und das Industriegebiet zu 80 % zerstört, was als Drittes Stadtverderben in die Geschichte einging. Jedoch wurde kein Feuersturm entfacht. Beim ersten Angriff auf Schweinfurt, am 17. August 1943, wagten sich die United States Army Air Forces im Rahmen der Operation Double Strike in eine von den Britischen Inseln weit entfernte Zone und erlitten bereits große Verluste (siehe auch: Videos). Der zweite Großangriff am 14. Oktober 1943 führte sie in die größte Luftniederlage ihrer Geschichte (Black Thursday). Unter den Bomberbesatzungen gab es 600 Todesopfer, etwa halb so viele, wie unter der deutschen Zivilbevölkerung in allen Luftangriffen zusammen. Die Luftangriffe der Amerikaner auf deutsche Städte wurden daraufhin zwei Monate unterbrochen. Am 11. April 1945 marschierten die Amerikaner in die Stadt ein. Oberbürgermeister Ludwig Pösl organisierte keinen Widerstand und übergab die Stadtverwaltung an die US-Armee. Zwei Kasernen wurden besetzt und schließlich die US-Heeresgarnison Schweinfurt gegründet. Schweinfurt im Zweiten Weltkrieg Im Kalten Krieg hatte der Schweinfurter US-Standort die höchste Konzentration von US-Kampf-Einheiten in der Bundesrepublik Deutschland. Unter Oberbürgermeister Georg Wichtermann (SPD, 1956–1974) regierte die SPD mit absoluter Mehrheit. Die Großindustrie boomte, ab 1960 wurden Gastarbeiter angeworben. Mit dem „Sprung über den Main“ 1963 wurden der neue Hafen und große neue Industrie- und Gewerbegebiete entwickelt. 1971 wurde die heutige Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt eröffnet. In die Amtszeit von Oberbürgermeister Kurt Petzold (SPD, 1974–1992) fielen Ölkrise und Rezessionen, mit Stellenabbau in der örtlichen Großindustrie, die neue Märkte suchte. SKF entwickelte und fertigte Skateboards (Calypso 1977) und Inlineskates (Speedy 1978) und Fichtel & Sachs das erste in Serie gefertigte Mikro-Blockheizkraftwerk. 1979 begann die Altstadtsanierung nach dem „Schweinfurter Modell“. 1981 wurde das Leopoldina-Krankenhaus und 1990 das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt eröffnet. Mit Gudrun Grieser (CSU, 1992–2010) gelang es der CSU erstmals, den Oberbürgermeister zu stellen. 1992 wurde Schweinfurt infolge der Globalisierung deutsche Krisenregion, mit großem Stellenabbau in der Großindustrie. Die Arbeitslosenquote stieg auf 19,8 Prozent. Jedoch begleitete der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) den Machtwechsel wohlwollend und Teile des Bayerischen Landessozialgerichts und des Bayerischen Landesamtes für Statistik wurden von München nach Schweinfurt verlegt. Durch den Strukturwandel, mit Tausenden neuen Arbeitsplätzen in der Industrie und im Dienstleistungsbereich, stieg die Zahl der Arbeitsplätze relativ schnell wieder auf einstige Werte an. Unter Grieser wurden viele, z. T. in der Architekturwelt beachtete Projekte verwirklicht. So der neue Industrie- und Gewerbepark Maintal (ab 1995), das Museum Georg Schäfer (2000), das Konferenzzentrum Maininsel (2004), die Stadtbücherei im Ebracher Hof (2007), die Stadtgalerie Schweinfurt (2009) und die Kunsthalle Schweinfurt (2009). Unter Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU, ab 2010) verlor die CSU bei der Stadtratswahl 2020 wieder ihre langjährige Dominanz und regiert seitdem in einer Koalition mit den Grünen. Im Rahmen der US-Konversion entsteht der Stadtteil Bellevue. Die bisherige Amtszeit Remelés wurde von gescheiterten und aufgeschobenen Bauprojekten (u. a. gescheiterte Landesgartenschau), Skandalen städtischer Mitarbeiter, schlechter Stimmung in der Stadtverwaltung und Verärgerung örtlicher Firmenbesitzer überschattet. Schweinfurt in der Bundesrepublik Deutschland Ende 2022 gehörten in Schweinfurt 30,4 % der Einwohner der katholischen Kirche an, 19,7 % der evangelischen Kirche und 49,9 % waren konfessionslos oder gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an. Damit gehörten laut Bürgeramt der Stadt Schweinfurt 16.948 Einwohnern die katholische Kirche an. Laut Bistum Würzburg waren 17.004 Einwohnern Mitglied der katholische Kirche. Im Standesamt Schweinfurt wurden 2023 insgesamt 555 Kirchenaustritte (zirka 1 % der Einwohner) aufgenommen. Schweinfurt schloss sich 1542 der Reformation an. Philipp I. von Hessen, führender Kopf des Schmalkaldischen Bundes und Vorkämpfer des Protestantismus, konnte als Schutzherr und Reichsvogt gewonnen werden. Der von ihm gesandte Johann Sutel (gen.: Sutellius) hielt 1542 den ersten protestantischen Gottesdienst und verfasste eine Kirchenordnung. Katholiken waren bis zum Ende der Reichsstadtzeit vom Bürgerrecht ausgeschlossen. Zur Zeit der Gegenreformation (1587–1631) wanderten etwa 700 protestantische Glaubensflüchtlinge aus dem Hochstift Würzburg nach Schweinfurt aus. Das Stadtgebiet umfasst heute sechs Pfarreien mit insgesamt acht Kirchengemeinden. Die Christliche Gemeinschaft Schweinfurt der LKG ist Teil der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und gehört zum Landeskirchlichen Gemeinschaftsverband (LKG) in Bayern, der eine Zwischenstellung zwischen Landeskirche und Freikirchen einnimmt. Im 19. Jahrhundert stand am Schillerplatz ein Saalbau der Freien Christlichen Gemeinde, der spätestens ab 1868 als Konzerthalle genutzt wurde. Bis in die 1970er Jahre gab es in Schweinfurt nur eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche und eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) sowie mehrere englischsprachige freikirchliche Gemeinden für Angehörige der US-amerikanischen Garnison Schweinfurt. Seitdem entstanden weitere Gemeinden, sowohl mit pietistisch-evangelikaler als auch pfingstlich-charismatischer Prägung. Zum erstgenannten Kreis gehören die Baptisten, die Christliche Brüdergemeinde, die Freikirchliche Gemeinde Christen in Aktion und die Christliche Gemeinde Schweinfurt, zum zweiten Wort des Glaubens, die Biblische Gemeinde Schweinfurt und Kingdom Ministries. Einige Freikirchen sind in der Evangelischen Allianz vertreten. Mit Einführung der Reformation waren alle Kirchen der Reichsstadt evangelisch geworden. Der Katholizismus blieb daher bis heute beim alteingessenen Bürgertum und in der historischen Selbstwahrnehmung bedeutungslos. Das bayerische Religionsedikt von 1803 ermöglichte 1806 die Wiedergründung einer katholischen Pfarrei. Die katholische Gemeinde erhielt von der Stadt die Spitalkirche zum Heiligen Geist für ihre Gottesdienste. Sie wurde durch den stetigen Zuzug von katholischen Arbeiterfamilien aus dem Umland mit der Zeit zu klein und abgebrochen. 1902 wurde daneben als Nachfolgebau die Heilig-Geist-Kirche fertiggestellt, die seitdem die Hauptkirche der Schweinfurter Katholiken ist. Das Dekanat Schweinfurt-Stadt gehört zum Bistum Würzburg und umfasst heute neun Pfarrgemeinden. Die griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland hat eine Ortsgemeinde im Untergeschoss von St. Anton. Zudem sind in der Stadt Gemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten, der Neuapostolischen Kirche und der Zeugen Jehovas vertreten. Mit dem 1212 genannten Abraham von Schweinfurt lässt sich der erste jüdische Bewohner der Stadt nachweisen. Auch für die Folgezeit lassen sich jüdische Familien in der Stadt belegen, die sowohl von den Rintfleisch-Verfolgungen von 1298 als auch vom Pestpogrom von 1348/49 betroffen waren. 1368 erhielt die Stadt Schweinfurt von Kaiser Karl IV. das Privileg, in ihren Mauern erneut Juden aufnehmen zu dürfen. In der Judengasse im Ehemaligen Gewerbeviertel befand sich die Synagoge. Die mittelalterliche jüdische Gemeinde, die ihren Lebensunterhalt im Geldverleih und Handel bestritt, fand 1554/55 ihr Ende. Die Schweinfurter Bürger gingen gegen die Juden vor, weil sie bei ihnen stark verschuldet waren. Erst in bayerischer Zeit durften sich nach 1814 wieder Juden ansiedeln. 1874 eröffneten sie in der Siebenbrückleinsgasse eine Synagoge und einen innerhalb des Hauptfriedhofs gelegenen Jüdischen Friedhof. Im Zuge des Novemberpogroms 1938 wurde die Synagoge geschändet und 1943 durch Fliegerbomben zerstört. Ab den 1960er Jahren erlangte der Islam Bedeutung in Schweinfurt, infolge der Zuwanderung türkischer Arbeitskräfte in das großindustrielle Zentrum. Es folgten Nachzüge von Familien, die inzwischen in der dritten Generation in ihrer neuen Heimat leben. In jüngerer Zeit kamen Migranten islamischen Glaubens aus aller Welt dazu. In der Stadt gibt es mittlerweile vier Moscheen, ursprünglich waren es nur Hinterhofmoscheen. Die größte Moschee der Stadt ist die Zentral Moschee (mit Minarett) der etwa 2.500 Gläubige angehören. Zentral Moschee (DITIB) Assalam Moschee المسجد العربي في شفاينفورت Deutschsprachigen Muslime Schweinfurt (DSMS) İslamic kültürü Camii'nin (Millî Görüş) Fatih Camii (Millî Görüş) Trotz deutscher Mittellage an der Mainlinie ist Mainfranken ethnisch und kulturell süddeutsch geprägt. Es liegt im Bereich des Oberdeutschen und im Verbreitungsgebiet des Grußes Grüß Gott, man feiert Fasching statt Karneval und spielt(e) Schafkopf statt Skat. Die Landkreise um Schweinfurt haben den niedrigsten Anteil von Migranten Westdeutschlands. Das Schweinfurter Land ist ein Zentrum fränkischer Tracht und fränkischen Brauchtums, mit der für Franken typischen Mischung protestantischer und katholischer Orte. Im scharfen Gegensatz dazu steht die multikulturell geprägte Schweinfurter Kernstadt, mit einer Bevölkerung mit 45 % Migrationshintergrund (bundesweit 26 %, Berlin 36 %) und 128 Nationalitäten. Die Bevölkerung der einstmals rein protestantischen Stadt wurde durch vier größere Zuzugswellen geprägt. Seit der Gründerzeit zog die örtliche Industrie die vorwiegend katholische Landbevölkerung als Arbeiter an. Nach dem Zweiten Weltkrieg bot die Stadt vielen Flüchtlingen, insbesondere aus dem Sudetenland, eine neue Heimat. In den 1960er Jahren warb die boomende Großindustrie viele Gastarbeiter an. Und schließlich fanden in den 1980er Jahren etwa 5000 Russlanddeutsche als Spätaussiedler in Schweinfurt eine neue Heimat. Durch die erste, dritte und vierte Zuzugswelle entstand der sehr hohe katholische und relativ hohe muslimische und orthodoxe Bevölkerungsanteil (siehe: Religionen). Dazu kamen bis 2014 noch 12.000 US-Amerikaner, die nicht statistisch erfasst wurden (siehe: Amerikaner in Schweinfurt). Bis dahin waren städtische Hinweisschilder viersprachig, Deutsch, Englisch, Russisch und Türkisch und man sah mancherorts (Schweinfurter Volksfest, städtischer Badesee) ein weithin beispielloses, multikulturelles Publikum (siehe: Subkulturelle Szene). Andererseits gab es seit den 1970er Jahren eine im Vergleich zu anderen Städten überdurchschnittlich große Auszugswelle des Schweinfurter Bürgertums in die Vororte, aufgrund der eng gezogenen Stadtgrenzen (Gründe hierfür siehe: Keine Eingemeindungen bei Gebietsreform). Das wirkte sich einerseits auf Verluste beim kommunalen Anteil der Einkommensteuer aus und andererseits entstand ein Speckgürtel mit wohlhabenden Wohnvororten. Die westliche Kernstadt, die nicht mehr den gestiegenen deutschen Wohnansprüchen entsprach, wurde nun von Segregation bestimmt, durch Familien mit Migrationshintergrund, wodurch hier durch Ethnizität geprägte Viertel entstanden. Der in Schweinfurt und bis in Randbereiche Südthüringens gesprochene Unterostfränkische Dialekt hat weit mehr Ähnlichkeit mit dem bis in die äußerste Nordostecke Frankreichs reichenden Südfränkischen Dialekt (siehe rötliche Flächenfärbungen auf großer Karte), als mit dem Bairischen (blaue Flächenfärbungen). Ein auffälliger Unterschied des Schweinfurterischen zum übrigen Unterostfränkischen ist die Verkleinerungsform in der Pluralbildung, mit der Endung lich statt li; z. B. Häuslich statt Häusli (Häuschen). Heute ist der Schweinfurter Dialekt innerhalb der Stadt seltener zu hören und auch früher wurde er hier weniger ausgeprägt gesprochen als im Umland, als Sprache der einfacheren Leute, Arbeiter und Bauern. Die Sprache in Schweinfurt wird unter jungen Leuten neben medial geprägten Sprachgewohnheiten insbesondere durch den hohen Migrantenanteil beeinflusst, wodurch die Umgangssprache sich in den letzten Jahrzehnten stark veränderte. Die 2014 aufgelöste US-Heeresgarnison (USAG) Schweinfurt wurde infolge der Schließung vieler anderer amerikanischer Militärstandorte in Deutschland Anfang des 21. Jahrhunderts zu einem der größten US-Standorte Europas, mit bis zu 12.000 Amerikanern (Soldaten und Zivilisten). Die USAG Schweinfurt baute im Laufe der Zeit eine zivile Infrastruktur auf, die der einer amerikanischen Kleinstadt entsprach (sog. Little America). Infolge der Aufhebung der Wehrpflicht 1973 bekam der US-Standort einen zivileren Charakter. Mit den Berufssoldaten kamen viele Familienangehörige, die schließlich in der Mehrheit waren. Zudem machte sich auch in Schweinfurt der soziale Wandel in den USA bemerkbar, hin zu einer multikulturelleren Gesellschaft, mit mehr Afroamerikanern, Latinos und Asiaten. Man hörte nun auch Spanisch. Es bildete sich im Laufe der Zeit auch eine deutsch-amerikanische Szene, zu erwähnen ist hier u. a. der Schweinfurter Jazzmusiker Ed Sperber (siehe auch: Subkulturelle Szene). Jill Biden, die Frau des derzeitigen amerikanischen Präsidenten Joe Biden, kam 2009 zu einem Besuch nach Schweinfurt, als 2500 in Schweinfurt stationierte Soldaten im Irakkrieg im Einsatz waren und weitere 600 sich darauf vorbereiteten. Die erste große Umstrukturierung der US-Streitkräfte in Deutschland wurde 2014 mit der Auflösung des Standorts Schweinfurt abgeschlossen. Es leben aber auch heute noch amerikanische Staatsbürger in und um Schweinfurt (German Overseas), u. a. als Reserveoffiziere, Sportler und Rentner, für die nun in Verwaltungsangelegenheiten die US-Garnison Ansbach zuständig ist. Die riesigen, einstigen US-Areale im Stadt- und Landkreis stehen seitdem für die Stadtentwicklung zur Verfügung (Carus-Park, i-Campus Schweinfurt, Bellevue, Yorktown Village, Kessler Field, Conn Barracks). 1939 hatte Schweinfurt 50.000 Einwohner. Anfang der 1960er Jahre rechnete man damit, dass die Stadt in ihrer heutigen Fläche, ohne Eingemeindungen, im Jahr 2000 auf 95.000 Einwohner anwachse. Doch bereits um 1970 war der bisherige Höchststand mit nur 58.500 Einwohnern erreicht. Während danach nahezu alle anderen deutschen Städte demografisch bedingte Einwohnerabnahmen durch Eingemeindungen ausgleichen konnten, gab es in Schweinfurt keine einzige Eingemeindung (Gründe siehe: Keine Eingemeindungen bei Gebietsreform), wodurch die Einwohnerzahl bis 1987 auf 52.000 absank. Danach stieg sie bis 1996 durch Zuzug von Spätaussiedlern wieder auf 56.000 an. In den Einwohnerstatistiken sind die zwischen 1945 und 2014 stationierten Soldaten und Angehörigen der US-Heeresgarnison Schweinfurt nicht enthalten, mit zeitweise 12.000 Menschen. In einigen Bezirken (siehe: Stadtgliederung) im Westen der Stadt, mit hohen Migrantenanteilen, gab es in neuerer Zeit starkes Einwohnerwachstum. Die Einwohnerzahl nahm von 2015 bis 2022 in der Innenstadt (Bezirke 11–13) um 12,1 % von 10.814 auf 12.122 Einwohner, im Musikerviertel (Bezirk 22) um 21,4 % von 3.103 auf 3.768 Einwohner, im Nordwestlichen Stadtteil (Bezirk 31) um 6,3 % von 3.314 auf 3.523 Einwohner und in der Gartenstadt (Bezirk 32) um 8,8 % von 2.787 auf 3.031 Einwohner zu. In den Bezirken mit bevorzugten Wohnlagen im Norden und Osten der Stadt gab es hingegen wenig Veränderungen. Die Agglomeration ist im Falle Schweinfurts eine bessere Vergleichsgröße zur Einwohnerzahl anderer Städte (siehe: Artikel-Einleitung). 1994 hatte sie 105.000 Einwohner, sank auf 96.600 Einwohner (Zensus 9. Mai 2011) und stieg danach wieder auf 100.500 Einwohner (Schätzung für den 31. Dezember 2021). Fett: höchster Stand Rot: niedrigster Stand seit Anfang der 1950er Jahre ¹ Angabe der Stadt Schweinfurt ² Volkszählung bzw. Zensus (Amtliche Einwohnerzahl) ³ Angabe des Bayerischen Landesamtes für Statistik (Amtliche Einwohnerzahl) Schweinfurt war seit dem frühen 20. Jahrhundert eine Hochburg der SPD und in der Nachkriegszeit neben München und Nürnberg eine der wenigen bayerischen Städte, in der die SPD ständig den Oberbürgermeister stellte. Im Schweinfurter Stadtrat besaß die SPD die absolute Mehrheit, bis in den 1990er Jahren die CSU die Oberhand gewann und die Stadt über eineinhalb Jahrzehnte dominierte. Der Mitbegründer der WASG und zeitweilige Parteichef der Linken Klaus Ernst trat 2005 als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Schweinfurt an. Dort erreichte er bzw. die Linkspartei ihr bestes bayerisches Erst- und Zweitstimmenergebnis. Die fränkische Industriemetropole war und ist ein Zentrum der Gewerkschaften. Die IG Metall hat in Schweinfurt mit rund 22.000 Mitgliedern eine der größten Geschäftsstellen Bayerns. 1995 wurde Klaus Ernst in Schweinfurt zum damaligen IG-Metall-Bevollmächtigten gewählt. Der Stadtrat besteht aus 44 Mitgliedern. Der von den Wahlberechtigten in direkter Wahl gewählte Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) ist das 45. Mitglied des Stadtrats. Seit 1990 zogen, wie vielerorts, neben etablierten Parteien auch Wählergruppen in den Stadtrat ein. In der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde die Dominanz der CSU gebrochen und sie vereinbarte eine Zusammenarbeit mit den Grünen. Lange Amtszeiten kennzeichnen Schweinfurts Oberbürgermeister. Im 19. Jahrhundert war Carl von Schultes 45 Jahre im Amt. Die SPD stellte von 1920 bis 1933 und von 1946 bis 1992 den Oberbürgermeister, der mit Gudrun Grieser (1992–2010) erstmals von der CSU gestellt wurde. Für die Oberbürgermeister-Wahl 2010 gab es sechs Kandidaten. Sebastian Remelé (CSU) gewann die Stichwahl mit 63,4 % und wurde 2014 mit 66,9 % und 2020 mit 58,4 % im Amt bestätigt. (Siehe auch: Bundesrepublik Deutschland). Schweinfurt unterhält folgende Städtepartnerschaften: Vereinigtes Konigreich North Lanarkshire, Vereinigtes Königreich (1962) Frankreich Châteaudun, Frankreich (1964) Finnland Seinäjoki, Finnland (1979) Der Bezirk North Lanarkshire entstand 1996 im Zuge einer schottischen Verwaltungs-Neugliederung. In ihm ging Schweinfurts älteste Partnerstadt Motherwell auf. Lediglich Oberndorf, das bereits von 1436 bis 1802 zur Reichsstadt Schweinfurt gehörte, wurde 1919 eingemeindet, als es bereits komplett mit der Stadt zusammengewachsen war. Es kamen dadurch 8,18 km² mit 3.886 Einwohnern zur Stadt hinzu. Den Ausschlag gab die örtliche Großindustrie, die zum größten Teil, einschließlich Hauptbahnhof, auf Oberndorfer Gemeindegebiet lag. Oberndorf konnte die Wasserversorgung der Großfirmen nicht mehr gewährleisten. Um die drohende Eingemeindung abzuwenden, ließ das Dorf 1911/12 einen Wasserturm errichten. Das sehr harte Wasser lehnte die Großindustrie jedoch wegen hoher Verkalkungsgefahr ab. Bei der bayerischen Gebietsreform wurden keine Vororte nach Schweinfurt eingemeindet. Es gibt hierfür unterschiedliche Begründungen oder politische Schuldzuweisungen von Zeitzeugen aus CSU, SPD und der Schweinfurter Stadtverwaltung, die vordergründiges, politisches Denken anführten, ohne Berücksichtigung der Wirtschaftsgeografie. Recherchen des Schweinfurter Tagblatts stießen wiederholt auf Staatssekretär Erwin Lauerbach als Strippenzieher. Am 1. Mai 1978 musste Grafenrheinfeld lediglich ein 2 km² großes, unbesiedeltes Gebiet an die Stadt als Raum für ihre industrielle Entwicklung abtreten, das zum heutigen Industrie- und Gewerbepark Maintal entwickelt wurde. Schweinfurt umfasst deshalb gegenüber fast allen anderen deutschen Städten fast nur die Kernstadt und wurde zur flächenkleinsten kreisfreien Stadt Deutschlands. In neuerer Zeit rückte die Gebietsreform der 1970er Jahre und deren Folgen für die Stadt wieder in das mediale Interesse. Das Theater der Stadt Schweinfurt wird als Bespieltheater ohne eigenes Ensemble betrieben. In jeder Spielzeit stehen etwa 150 Aufführungen mit auf dem Programm. In der Disharmonie (Kulturwerkstatt am Main) finden Theater-, Kabarett-, Musik- und Kunstveranstaltungen statt. Die Kleinkunstbühne Schrotturmkeller befindet sich im Keller eines Renaissance-Hauses am Schrotturm im Alten Gewerbeviertel. Die Hans-Sachs-Gruppe pflegt das spätmittelalterliche Fastnachtsspiel und den Renaissancetanz. Zudem gibt es den Freundeskreis Puppentheater Schweinfurt. Das Museum Georg Schäfer (MGS) präsentiert die bedeutendste Privatsammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts und die weltweit größte Sammlung von Werken Carl Spitzwegs. Ferner werden Werke von Caspar David Friedrich, Max Liebermann, Ferdinand Georg Waldmüller, Max Slevogt, Wilhelm Leibl und vielen anderen gezeigt. Die Kunsthalle Schweinfurt ist ein Museum und Ausstellungshaus für moderne und zeitgenössische Kunst mit Dauerpräsentationen und Wechselausstellungen. Jährlich finden vier Ausstellungen statt. Berühmte Bilder Spitzwegs im MGS Die Bibliothek Otto Schäfer ist Teil des Museums Otto Schäfer (MOS) und enthält rund 1000 illustrierte Drucke, vornehmlich des 15. und 16. Jahrhunderts. Ein zweiter Sammlungsschwerpunkt sind die Erstausgaben deutscher Literatur von der Reformationszeit bis zum Realismus. Das Deutsche Bunkermuseum im Fichtel-und-Sachs-Bunker von 1941 ist Militär- und Kriegsmuseum sowie Gedenkstätte. Das kleine Museum zeigt als Privatmuseum grafische Werke von Hundertwasser, Leihgaben und Ausstellungsobjekte von Udo Lindenberg. Das Gunnar-Wester-Haus präsentiert die Sammlung Graf Luxburg, eine kulturgeschichtliche Sammlung zur Entwicklung von Feuererzeugung und Beleuchtung seit der Antike und die Ikonensammlung von Fritz Glöckle. Das Naturkundliche Museum zeigt die Vogelsammlung der Brüder Schuler. Die Sparkassengalerie in der Schranne präsentiert in Wechselausstellungen zeitgenössische Kunst. Der Künstlerhof Oberndorf mit Ausstellung und Archiv befindet sich im ehemaligen Wohnhaus und Atelier des Künstlers Gustl Kirchner. Das ZF Sachs Museum zeigt die Sachs-Ausstellung der ZF Friedrichshafen AG zur Industriegeschichte der Fichtel & Sachs AG mit den Abteilungen Unternehmensgeschichte, Technische Highlights, Marketing und Motorsport. Im Kleinen Industriemuseum in der Spinnmühle am Main sind Exponate der Schweinfurter Industriegeschichte ausgestellt. Im Saazer Heimatmuseum befindet sich eine Ausstellung zum Leben in Saaz (Žatec) bis 1945, zur Vertreibung der Sudetendeutschen und zur Aufnahme von über 28.000 Flüchtlingen in Schweinfurt. Theater und Museen Die Bläserphilharmonie Schweinfurt mit Profimusikern und erfahrenen Amateurmusikern bietet als große Besetzung mit vollem Schlagwerk die Möglichkeit an Programmen zu arbeiten mit Klassischer Musik, Filmmusik und Bearbeitungen von Jazz- und Popstandards. Im Schweinfurter Kammerorchester spielen junge Musiker, die sich an der Schwelle zum Musikstudium befinden. Das Kreisblasorchester Schweinfurt ist eine Einrichtung des Nordbayerischen Musikbunds. Der Thalia Chor entstand 1860, damals wurde auch geschauspielert. Sein heutiges Repertoire liegt im Bereich Pop, Rock, Musical, Gospel und Swing. Die Sängerlust 1867 Schweinfurt hat traditionelles Liedgut sowie Evergreens und moderne Lieder im Repertoire. Der Konzertchor Schweinfurt gibt große Konzerte im Stadttheater und arbeitet mit renommierten Symphonieorchestern und Solisten zusammen. Jungen Stimmen Schweinfurt wurde 2006 gegründet und hat geistliche und weltliche Chormusik aller Epochen und Stile im Programm. Der Schweinfurter Rapper JuJu Rogers: „Ich glaube, dass es keine krassere HipHop-Szene als in Schweinfurt gab. Hier waren ja die ganzen Amis aus den Ghettos, die mit 17, 18 vor die Wahl gestellt wurden: Entweder du gehst in den Knast oder zum Militär. Die wurden dann in Schweinfurt stationiert und haben hier das Gleiche gemacht, was sie vorher in Amerika gemacht haben. Ich bin in einer sehr vitalen HipHop-Szene groß geworden, in einer Tiefe, die in wenigen Städten Deutschlands vorhanden ist. Die Kaserne in Schweinfurt galt als amerikanischer Staatsboden [...] Die hatten die Releases gefühlt immer so zwei, drei Wochen vor allen anderen in Deutschland.“ 1988 fand auf den Oberndorfer Mainwiesen ein Monsters-of-Rock-Festival vor über 40.000 Besuchern statt, mit Kiss und Iron Maiden; es kam zu Ausschreitungen. Seit den 1990er Jahren finden jeden Sommer im Sachs-Stadion größere Popkonzerte mit bis zu 25.000 Besuchern statt, es kamen u. a. die Backstreet Boys und Sunrise Avenue. Der Stattbahnhof ist ein Zentrum überregionaler Bedeutung für Konzerte von Bands aus aller Welt der Musikrichtungen Punk, Rockmusik und Metal im Gebäude des heute noch betriebenen Stadtbahnhofs (statt eines Bahnhofs). In der Zeitschrift Visions wurde der Stattbahnhof zu den Besten 50 Adressen der deutschen Clubszene gewählt. Bekannte Namen gastierten hier, wie die Toten Hosen, Pussy Riot oder Ten Years After. Seit den 1980er Jahren gründeten sich zahlreiche Bands in Schweinfurt, die Alben der Musikrichtungen Rock, Metal und Punk auf den Markt brachten. The Ghost Rockets (kurz TGR) ist eine Rock-Band; Alben: The Ghost Rockets (2009) und Goodbye Utopia (2014). Hatred (engl.: Der Hass) ist eine Power- und Thrash-Metal-Band, die es in die Enzypedia des Rock Hard Magazins schaffte; Alben: Soulless (2004), Madhouse Symphonies (2008), Destruction Manual (2010) und War of Words (2015). Vendetta ist eine Thrash-Metal-Band; Alben: Go and Live… Stay and Die (1987), Brain Damage (1988), Hate (2007) und Feed the Extermination (2011). Kromlek war eine 2004 gegründete und 2012 aufgelöste Metal-Band; Alben: Strange Rumours… Distant Tremors (2007) und Finis Terrae (2011). Tagtraum ging aus der Punk-Band Untergang hervor, wurde 1992 gegründet und beschloss 2006 ihre Trennung; Alben: Trotz & Träume (1997), Feuer gratis (1998), Seelenpuzzle (1999), Augen auf und durch (2001) und Komm lass es echt sein (2003). Die Bandmitglieder spielen weiterhin in anderen Formationen, Jörg Holdinghausen u. a. bei Wir sind Helden. 2019 wurde die Indie-Rockband Sondermarke gegründet. Daniel Schnorr (auch genannt: Jagi Lion King) veröffentlichte 2020 im Bereich Hiphop und Rap sein erstes Album I'm not here for you. Tonquadrat ist eine Plattform für Elektronische Musik. Das Musiklabel in der Schweinfurter DDC Factory produziert Musik jeder Art. Die Schweinfurter Dancefloor Destruction Crew (DDC), die 1999 gegründet wurde und heute überwiegend aus hauptberuflichen Tänzern besteht, gehört zu den besten Breakdance-Gruppen der Welt und gewann zahlreiche nationale und internationale Titel. 2013 verband DDC mit dem Berliner Regisseur und Echo-Preisträger Christoph Hagel klassische Musik mit Breakdance in ihrem Theaterstück Breakin' Mozart, das seitdem über 190 Mal im Berliner Wintergarten Varieté sowie in vielen anderen Städten aufgeführt wurde. Die Firma DDC Entertainment UG & Co. KG wurde mit vier Sparten gegründet. Die DDC-Factory wurde zu einem nationalen Tanzzentrum. 2006 wurde die Dance Academy Schweinfurt für Hobbytänzer und für Berufsausbildungen zum Tänzer, Tanzpädagogen und DTHO-Hip-Hop-Tanzlehrer gegründet. Ihre Formation Blazin’ Heat tanzt in der Profi-League. Die Schweinfurter Bürgervereine werden auch als Gemeinden (schweinfurterisch: Gemee) bezeichnet und gelten der Bevölkerung in ihren Stadtteilen als Institution. Der oder die erste Vorsitzende der Bürgervereine wird umgangssprachlich „Stadtteilbürgermeister/in“ genannt. Es gibt insgesamt acht Bürgervereine (in Klingenbrunn gibt es nur noch einen). Sie richten die Stadtteilkirchweihen aus (siehe: Kirchweihen), die es sonst in Bayern traditionell nur noch in Fürth und in neuerer Zeit auch in Nürnberg und Erlangen gibt. Eine Ausnahme bildet der erst 1997 gegründete Bürger- und Kulturverein Oberndorf, mit anderer Ausgestaltung. Der Raum Schweinfurt ist für seine hohe Dichte an Festen bekannt, was auch die Lebensart der Bewohner unweit des Überlappungsbereichs von Weinfranken mit Bierfranken widerspiegelt, (siehe auch: Kulturelle Prägung). Es gibt unzählige traditionelle Kirchweihen (Kerm) und Weinfeste, wozu viele neuere Feste hinzukamen. An manchen Wochenenden finden in der Stadt und dem näheren Umland mehrere Feste und Kirchweihen gleichzeitig statt, worüber Festkalender einen Überblick geben. Die Unterfrankenschau ufra war eine Regional- und Verbrauchermesse für Unterfranken, die von 1975 bis 2020 stattfand. Eine zeitgemäße Messe, als Ersatz zur ufra, wurde bisher nicht realisiert. In Schweinfurt wurde das Kneipenfestival erfunden, seit 1993 unter Namen und Marke Honky Tonk, wozu an einem Tag in bis zu 40 Kneipen, vorwiegend in der Altstadt, bereits bis über 20.000 Besucher kamen. Das Musikfestival Nachsommer Schweinfurt, mit internationaler Besetzung, findet alljährlich drei Wochen im September innerhalb örtlicher Großfirmen statt. Das Internationale Varietéfestival ist Europas größtes Varietéfestival und findet etwa alle drei Jahre am Sennfelder See statt, wofür ein Zelt aufgebaut wird. Die für Schweinfurt charakteristischen Stadtteil-Kirchweihen richten die Bürgervereine aus (siehe: Bürgervereine). Hervorzuheben sind die Zürcher Kirchweih im Juni im Zürch, die St Johannis-Kirchweih um den Johannistag (24. Juni) auf dem Martin-Luther-Platz und die Altstadt-Kirchweih an der Stadtmauer, Am Unteren Wall, Mitte Juli. Die beiden größten traditionellen Feste finden außerhalb der engen Stadtgrenzen statt. Die Sennfelder und Gochsheimer Friedensfeste (Kirchweihen) finden zeitgleich um den ersten Sonntag im September in den beiden ehemals kaiserlich unmittelbaren und freien Reichsdörfern statt. Am Faschingsdienstag findet ein Umzug statt (siehe: Fasching). Im April findet das erste Fest des Jahres im Freien statt, der Vogelschuss, ein kleines Volksfest einer Schützengesellschaft. Im Mai lädt Schweinfurt@night zu einer Einkaufs- und Kulturnacht ein. Die bekannte Oldtimer-Rallye Sachs Franken Classic, seit 2020 Franken Classic, führt zu Pfingsten durch die Region um Schweinfurt, mit Start und Ziel im nahen Bad Kissingen. Das Walpurgisgericht am Fronleichnam ist ein mittelalterliches Fest mit Handwerkermarkt im Friedrich-Pfister-Park in Oberndorf. Am Freitag nach Fronleichnam beginnt das Schweinfurter Volksfest. Im Mai findet das Frühlings- und im Juli das Sommerweinfest des Weinguts Dahms auf der sonst nicht zugänglichen Peterstirn und Anfang August, jedoch nicht jährlich, das Schweinfurter Weinfest auf dem Marktplatz statt. Ende August bietet an zwei Tagen das Schweinfurter Stadtfest auf mehreren Plätzen der Schweinfurter Altstadt „Genuss und Lebensqualität der Region“. Das Mittelalterfest wird alle 3 Jahre im September an der Stadtmauer Am Unteren- und Oberen Wall abgehalten. Am selben Ort findet Ende September das Federweißer-Fest GenussReichStadt Schweinfurt des Weinguts Dahms statt. Beim Straßenmusikfestival Pflasterklang im September treten an rund 20 Orten der Altstadt Musiker aller Stilrichtungen, Jongleure, Zauberer und Straßenmaler auf. Die Nacht der Kultur lädt im Oktober zu Musik, Theater, Tanz, Lesungen, Kabarett und Kurzfilmen an Orte um den Marktplatz ein. Der Schweinfurter Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz beschränkt sich auf Kunsthandwerk und Weihnachtsschmuck. Traditionell kommt alljährlich das Nürnberger Christkind zu seiner ersten Auswärtsvisite mit seinem Prolog auf dem Rathausbalkon. Zwischen Weihnachten und Dreikönigstag steht das Schweinfurter Winterdorf auf dem Marktplatz. Der Faschingsdienstag ist, im Gegensatz zum Rheinland, in Franken der Höhepunkt der Karnevalszeit. Manche Arbeitgeber geben ihn ihren Mitarbeitern als Brauchtumstag frei. Viele Geschäfte, insbesondere in der Schweinfurter Innenstadt, sind nachmittags geschlossen, durch die dann der traditionelle Faschingsumzug der Ersten Karnevalsgesellschaft (Schweinfurts) ESKAGE, mit jährlich etwa 25.000 Besuchern, führt. Die drei Schweinfurter Faschingsgesellschaften ESKAGE, Schwarze Elf und Antöner Narrenelf präsentieren Sitzungsabende. Die Schwarze Elf ist überregional durch Fernsehauftritte bekannt, insbesondere bei Fastnacht in Franken, allen voran mit Peter Kuhn. 2021 gestaltete die Schwarze Elf eine eineinhalbstündige TV-Sendung „A bissle was geht immer“, einschließlich Moderation zur Hauptzeit im Rahmen der BR-Sendereihe Franken Helau. „Sein Markenzeichen: politisch, literarischer Karneval Mainzer Prägung, serviert mit fein geschliffenen Knittelversen […] Kuhn […] will nicht Teil sein der Comedysierung des Faschings.“ Prägend für die örtliche Küche sind viele Direktvermarkter aus den Gemüsedörfern Sennfeld und Gochsheim, vor den Toren der Stadt, mit frischen Waren auf dem Schweinfurter Wochenmarkt. Die Stadt liegt in der Mitte des Slow Food Conviviums Mainfranken-Hohenlohe, das zu den größten Regionalgruppen von Slow Food Deutschland gehört. Die Original Schweinfurter Schlachtschüssel ist ein Gericht, das der Schweinfurter Metzgerwirt Georg Josua Schwanhäusser 1856 seinen Gästen erstmals servierte und ausschließlich in Wirtshäusern in und um die Stadt angeboten wird. Die Schlachtplatte (fränkisch: Schlachtschüssel) findet sich auf keiner Speisekarte und ist kein übliches Essen, sondern ein Fest in geselliger Runde, über mehrere Stunden, für einen größeren Personenkreis. Der Ablauf erfolgt nach einem überlieferten Zeremoniell, einschließlich traditioneller Belustigungen. Manchmal auch mit Musikbegleitung und Gesang. Das Kesselfleisch wird auf bis zu fünf Meter langen Holzbrettern serviert, von denen auch gegessen wird. Dazu gibt es nur Schwarzbrot, Kren und Sauerkraut. Getrunken wird Frankenwein, Weinschorle oder Most, Bier ist verpönt. Kesselfleisch, das bei der Schweinfurter Schlachtschüssel oft nur als Beilage dient, gilt als kleine Schwester der Schlachtschüssel. Die Faschingsspezialität für Stadt und Region kann in Metzgereien für den Faschingsdienstag vorbestellt werden. Die mainfränkischen Meefischli (Mainfischlein), kleine Weißfische die dreimal schwimmen, im Main, im Fett und dann im Wein, werden wie andere Fische traditionell nur in den Monaten mit dem Buchstaben r, also von September bis April, verzehrt. Blaue Zipfel sind saure Bratwürste im Zwiebelsud, die vor allem im Winter, auch am Heilig Abend, gegessen werden. Das Süße Kugellager, das Schweinfurter Pendant zu Mozartkugeln, wird von Konditoreien der Kugellagerstadt hergestellt: hochwertige Vollmilch- oder Bitterschokolade aus reiner Kakaobutter wird mit einer abgestimmten Nougatcreme gefüllt. Schweinfurt ist trotz der von den 1920er Jahren bis zur Ölpreiskrise 1973 stark expandierenten Großindustrie eine organisch gewachsene Stadt. Nach dem letzten Krieg blieben außerhalb der Industriegebiete 60 % der Bausubstanz erhalten. Es war kein großflächiger Wiederaufbau nötig. Die Industriebetriebe liegen kompakt im Süden, um Main und Autobahn 70, mit den für Schweinfurt typischen Klinkerbauten der 1930er Jahre der Neuen Sachlichkeit. Dahinter überrascht die Altstadt mit sanierten Quartieren und Zeugnissen reichsstädtischer Vergangenheit. Das Scheibenhochhaus der Deutschen Hauptverwaltung der SKF (1960–1962) am Main, im Internationalen Stil von A. Kubitza wurde nach dem Vorbild des UNO-Hauptquartiers am East River in New York City geschaffen. Dort gab es bis in die 1960er Jahre eine durch Raumlicht hinter den Fenstern geschaltete Leuchtschrift „UN“. Sie diente als Vorbild für das blaue SKF-Logo, das zu einem Wahrzeichen Schweinfurts wurde, das überregional nur wenig bekannt ist und 2014 im Rahmen einer Generalsanierung des Hochhauses auf LED-Technik umgestellt wurde. Die Renaissance ist in der Altstadt der prägende Stil der protestantischen Reichsstadt. Die Schranne wurde als Kornspeicher 1560 errichtet. Das Alte Rathaus (1570–1572) gilt als Glanzleistung der profanen deutschen Renaissance. Das Alte Gymnasium (1582–1583) war von 1634 bis 1881 Domizil des Gymnasium Gustavianum (Celtis-Gymnasium); das Zeughaus (1589–1591) war Waffenarsenal. Der Schrotturm (1611) ist ein vorgelagerter Treppenturm eines Renaissance-Bürgerhauses, der im 19. Jahrhundert um vier Geschosse zu einem Schrotturm erhöht wurde. In der Gründerzeit mit ihrem prägenden Baustil Historismus begann, wie in den meisten deutschen Städten, eine rege Bautätigkeit, mit dem Stadtbahnhof im Rundbogenstil (Bild siehe: Öffentlicher Verkehr). Zwei Villen in der Rückertstraße sind hervorzuheben. Im Westlichen Gründerzeitviertel wurde die Luitpoldstraße als Prachtstraße angelegt (Bild siehe: Königreich Bayern). Am Kiliansberg entstanden Villen von Unternehmern. Mehrere bekannte Architekten des 20. Jahrhunderts wirkten auch Schweinfurt. Der hier geborene Theodor Fischer baute 1909 für die Familie seiner Mutter die Wirsing-Villa. In der Stadt nachvollziehbar ist der Werdegang des einflussreichen Architekturlehrers Paul Bonatz – von der späthistoristischen Friedenschule (1908) bis zur Hauptverwaltung der Fichtel & Sachs AG (1931–1933) und der Tribüne des Sachs-Stadions (1936) im Stil des Neuen Bauens. Das erste größere Werk Roderich Ficks, eines der Lieblingsarchitekten von Adolf Hitler, ist das Ernst-Sachs-Bad (1931–1933, seit 2009 Kunsthalle). Von Ludwig Gies, dem Schöpfer des Bundesadlers im Bonner Bundeshaus, ist der auf der Erdkugel thronende Reichsadler am Eingang des Sachs-Stadions. Von Erich Schelling stammen mehrere Bauten; hervorzuheben ist das Stadttheater (1966), das als herausragendes Beispiel eines Theaterbaus der deutschen Nachkriegsmoderne unter Denkmalschutz gestellt wurde. Das Museum Georg Schäfer (1998–2000) von Volker Staab gilt als einer der hervorragendsten modernen, deutschen Museumsbauten, mit seiner Treppenhalle nach dem Vorbild der Alten Pinakothek in München. Die gegenüberliegende Stadtbücherei (2004–2007) ist ein Um- und Ausbau des Ebracher Hofs (1431/1575), mit neuem unterirdischen Basisgeschoss (Bild siehe: Bibliotheken). Sie bildet mit dem Hauptzollamt (2005–2007) ein Bauensemble, das vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main 2008 zu den 24 besten Bauwerken Deutschlands gekürt wurde, in einer Symbiose von Tradition und Moderne. Die Kunsthalle Schweinfurt (2008/2009) ist ein Um- und Ausbau des vormaligen Ernst-Sachs-Bads, mit 500 m² großer Halle. Der Innenhof wurde für einen weiteren Ausstellungsraum unterkellert, wobei Reste der sogenannten Naturheilschanze integriert wurden, die Carl Gustav Wrangel 1648 anlegen ließ. Das Technologiezentrum von Fresenius Medical Care (2019) im Hafen-West stammt von Gunter Henn, dem Architekten der Wolfsburger Autostadt und der Gläsernen Manufaktur in Dresden. St. Johannis ist eine der kunsthistorisch bedeutsamsten evangelischen Kirchen im fränkischen Maingebiet und das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, mit romanischem Kern und gotischen Querhaus. Um 1200 wurde der Bau der dreischiffigen Basilika und eines kleinen Chors begonnen. 1237 war der Nordturm vollendet, der Südturm wurde nicht ausgeführt. Das Brautportal auf der Südseite wurde 1240 errichtet. Der Taufstein ist von 1367. Im Herrenchor hängt das Schweinfurter Konfessionsbild, das älteste Süddeutschlands. Die Kreuzkirche (13. Jahrhundert/1940) in Oberndorf steht an der Stelle einer mittelalterlichen Wasserburg, Chor und Turm waren Teile der Burgkapelle. St. Salvator (1717) im Zürch mit gotischem Chor (vermutlich von 1412) ging ebenfalls aus einer Burgkapelle (um 1315) hervor. Die Heilig-Geist-Kirche (1897–1902, Neuromanik) gilt als Nachbau des Speyerer Doms, als Basilika mit Westriegel, ebenfalls mit Zwerggalerie und Fensterrosette. Sie besitzt jedoch nur einen Turm und der Westriegel wurde nach Südosten gedreht. St. Kilian (1954) besitzt eines der größten Kirchenfenster Deutschlands (250 Quadratmeter) von Georg Meistermann. Mit der unter Denkmalschutz gestellten Auferstehungskirche (1959) am Bergl schuf Olaf Andreas Gulbransson eines seiner größten und bedeutendsten Werke. Der Baustil vereint Sichtmauerwerk, Ornamentik, Handwerk und Moderne. Er nimmt Elemente der Postmoderne zwei Jahrzehnte vorweg, ohne jedoch auf historische Stile zurückzugreifen und ohne Verwendung neuerer Produkte der Baustoffindustrie. Das Rückert-Denkmal (1890) auf dem Markt ist ein Wahrzeichen der Stadt und erinnert an den 1788 in Schweinfurt geborenen Dichter und Orientalisten Friedrich Rückert. In den Ringanlagen um die Altstadt befinden sich mehrere Denkmäler und Brunnen. Ein Duplikat des Great Beijing Wheel-Lagers, des nicht ausgeführten größten Riesenrads der Welt, steht vor dem Stadttheater. Das Walzenwehr-Denkmal zeigt die Kettenaufzugsvorrichtung des ersten Walzenwehrs der Welt von MAN (1903). Der Anker ist eine Monomentalskulptur auf der Schleuseninsel. Der Ludwigsbrunnen (1830) zu Ehren des bayerischen Königs Ludwig I. steht am Fuß der historischen Weinberge an der alten Mainleitenstraße. Der Gedenkort für die Opfer der Zwangsarbeit (2011) ist ein 3 km langer ehemaliger Lagerweg in Oberndorf am ehemaligen Zwangsarbeiterlager von Kugelfischer. Das Deutsch-amerikanische Luftkriegsdenkmal (1998) am Hochbunker am Spitalseeplatz ist das einzige Denkmal seiner Art in Deutschland. Es erinnert insbesondere an den Black Thursday, den 14. Oktober 1943, als die Amerikaner über Schweinfurt ihre größte Luftniederlage erlitten (siehe: Nationalsozialismus). Seit 2015 befindet sich im Stadtschreiberhaus am Martin-Luther-Platz ein Stadtmodell, das Schweinfurt um das Jahr 1800 zeigt. Es soll bis zur Peterstirn auf 4,80 Meter Länge erweitert werden, das dann das historische Stadtgebiet mit einer Ausdehnung von zwei Kilometern abbildet. 1652 wurde in der Reichsstadt Schweinfurt die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina von vier Ärzten gegründet und nach Kaiser Leopold I. benannt. Seit 1878 hat sie ihren Sitz in Halle (Saale) und wurde 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften (siehe auch: Artikel-Einleitung). Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) entstand 1971 als Fachhochschule durch Zusammenschluss des Schweinfurter Balthasar-Neumann-Polytechnikums mit der Würzburger Höheren Wirtschaftsschule und Werkkunstschule. Sie wurde im Laufe der Zeit zur viertgrößten Fachhochschule Bayerns und 2023 in Technische Hochschule umbenannt. Die THWS bietet in Schweinfurt unter anderem die neuen Studiengänge Robotik und Wasserstofftechnik an. Der i-Campus Schweinfurt wird von der THWS auf dem Areal der einstigen Ledward Barracks aufgebaut. Die Schweinfurter Abteilung der THWS hat sich auf MINT-Fächer spezialisiert, was im i-Campus fortgeführt wird. Die zusätzlichen Projekte i-Company und Industrie on Campus sehen eine Zusammenarbeit mit Unternehmen und deren direkten Zugang zu Forschungseinrichtungen der Hochschule vor. Das Institut für Medizintechnik Schweinfurt (IMES) der THWS praktiziert neben der Lehre ebenfalls den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie sowie Krankenhäusern und Arztpraxen. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) eröffnete 2020 eine Außenstelle in Schweinfurt, in der Alten Bahnhofstraße. Zentrales Forschungsfeld ist die künstliche Intelligenz (KI) und deren Einsatz für eine nachhaltig optimierte Wertschöpfung (noW) mit der Arbeitsgruppe KI-noW in Schweinfurt. Das Leopoldina-Krankenhaus ist akademisches Lehrkrankenhaus der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Die Leo Academie bietet Mitarbeitern und externen Teilnehmern Fort- und Weiterbildungsprogramme in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen an, mit Dozenten aus den eigenen Kliniken und externen Lehrkräften (siehe auch: Gesundheitswesen). Schweinfurt ist eine Schulstadt. Die weiterführenden Schulen versorgen auch ein großes Umland und befinden sich insbesondere im Westen der Stadt, im Musikerviertel. Neun Schulen führen zur (Fach)Hochschulreife. Darunter gibt es acht staatliche Grundschulen, drei Mittelschulen, eine Montessori-Schule (Grund- und Mittelschule), zwei Realschulen und zwei private Realschulen. Die fünf Förderschulen haben unterschiedliche Förderschwerpunkte. Vorkommnisse in der Ersten Privaten Fachoberschule Schweinfurt führten zu ihrer Schließung. Es gibt Berufsschulen aller Fachrichtungen, die Fachakademie für Sozialpädagogik und die BDS-AzubiAkademie mit Betriebsunterricht bei Mitgliedsunternehmen des BDS. Die Musikschule Schweinfurt wurde 1872 gegründet und ist heute eine der größten Musikschulen Bayerns. Bibliothek der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt Bibliothek Otto Schäfer Stadtbücherei Schweinfurt, Zentralbücherei im Ebracherhof sowie Zweigstellen im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium und Oberndorf. In Schweinfurt gibt es über 100 Stiftungen. Die Stadt besitzt damit die meisten Stiftungen pro 100.000 Einwohner Deutschlands. Die Hospitalstiftung Schweinfurt ist größte und älteste Stiftung, deren Anfänge vor dem Jahr 1364 gelegen haben müssen und die spätestens 1417 über ein Vermögen verfügt haben muss. Die stadtnahe Stiftung unterhält Altenheime und Altenwohnungen. Ihr gehören Waldungen bei Schwebheim und Euerdorf sowie das Gut Deutschhof, das 1977 nach Grettstadt ausgelagert wurde. Ihr Grundvermögen liegt bei 19 Millionen Euro. Die Stoer-Weimann'sche Stipendienstiftung – Schober'sche Linie wurde 1627 in Schweinfurt gegründet, zur Gewährung von Stipendien an würdige und bedürftige Studenten. Die Erich-und-Erna-Kronauer-Stiftung wurde als Treuhandstiftung 1999 von Erich Kronauer und seiner Frau Erna gegründet. Die Jürgen-Höller-Stiftung wurde 2013 vom bekannten Motivationstrainer Jürgen Höller gegründet. Sie spendet Gelder für Schulprojekte in Afrika, die die Welthungerhilfe vorschlägt, umsetzt und betreut. World Bicycle Relief ist eine internationale Hilfsorganisation, die ihre europäische Geschäftsstelle beim Fahrradkomponentenherstellers SRAM in Schweinfurt hat. Die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew wurde 1980 mit Sitz in Schweinfurt gegründet. Mit über 16.000 Patienten- und Fördermitgliedern gehört sie zu den größten Patientenorganisationen Deutschlands. Der Carus-Preis wird jährlich von der Stadt Schweinfurt an jüngere Wissenschaftler für bedeutende wissenschaftliche Entdeckungen vergeben. Der Friedrich-Rückert-Preis wird, ebenfalls von der Stadt Schweinfurt, in unregelmäßigen Abständen an herausragende Schriftsteller vergeben. Die Erich-und-Erna-Kronauer-Stiftung verleiht, ebenfalls in unregelmäßigen Abständen, einen Wissenschaftspreis an Historiker. Schweinfurt hat das fünfthöchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (2022) und mit 76,2 % die zweithöchste Einpendlerquote Deutschlands (2018). In der Stadt waren 2017 insgesamt 52.898 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, fast so viele wie Schweinfurt Einwohner hat, davon 26.823 im produzierenden Gewerbe, ca. 17.750 im Dienstleistungssektor und 8.311 in Handel, Verkehr und Gastgewerbe. 5 viertgrößter Automobilzulieferer der Welt g größter Konzern-Standort weltweit ist in Schweinfurt E Sitz der Division E-Mobility ist in Schweinfurt I Sitz der Sparte Industrie ist in Schweinfurt In der Großindustrie waren 2019 über 22.000 Menschen beschäftigt. Nach ersten Schwierigkeiten in den 1970er Jahren mit Personalabbau in Folge eines japanischen Dumping-Angriffs auf die Schweinfurter Wälzlagerindustrie geriet die Stadt um 1992 schließlich in Folge der Globalisierung in eine schwere Krise, die jedoch ohne Werksschließungen überwunden wurde. Seit den 1990er Jahren vollzog sich ein Wandel, weg von billiger Massenproduktion und dominierender Automobilzulieferung, hin zu weniger krisenanfälligen Investitionsgütern, mit Hightech-Wälzlagern für Bergbau, Schiffbau, Luft- und Raumfahrt, die Bahn (Verkehrswende), Großlagern für Windkraftanlagen und Spezialanfertigungen, wie z. B. dem Pendelrollenlager fürs London Eye von FAG Kugelfischer. Forschung und Entwicklung wurden immer wichtiger. Der Standort (SKF, Schaeffler) wurde zum Zentrum für Großlager und bei Gezeitenkraftwerken wurde SKF zum Turbinenhersteller. Im ZF-Konzern, dem 2001 das Stammwerk von Fichtel & Sachs angegliedert wurde, ist Schweinfurt das Kompetenzzentrum für E-Mobilität, mit der Produktion von Elektromotoren für Automobile. Der chinesische Wälzlagerhersteller C&U baut derzeit sein neues Europa-Hauptquartier mit angeschlossener Fertigung im Maintal. Dazu kamen neue Branchen hinzu, wie Lineartechnik (Ewellix) und Medizintechnik, mit Fresenius Medical Care, mit der weltweit größten Produktion von Dialysegeräten in Schweinfurt. Siehe auch: Schweinfurter Industriegeschichte Die GPSoverIP GmbH ist im Bereich Positionsübermittlung und die netlands edv consulting GmbH im Bereich Softwareentwicklung und IT-Dienstleistungen tätig. Apicon entwickelt und vertreibt Add-Ons (Programm zur Erweiterung bestehender Software) mit einem modularen Aufbau für SAP. bb-net gilt als größter IT-Aufbereiter Europas. Mehrere Finanzdienstleister haben ihren Hauptsitz in Schweinfurt. Die SKD BKK ist eine offene Betriebskrankenkasse für neun westdeutsche Bundesländer, Berlin und Sachsen. Das Bankhaus Max Flessa (Kurzbezeichnung: Flessabank) ist eine private Universalbank mit Niederlassungen in Bayern, Thüringen und Sachsen. Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge ist ein öffentlich-rechtliches Kreditinstitut. Die VR-Bank Schweinfurt ist eine Genossenschaftsbank. Mercator-Leasing ist ein deutschlandweit agierendes Finanzunternehmen für Mobilien-Leasing und Tochterunternehmen zweier Privatbanken (Flessabank und Castell-Bank). Die Deutsche Dienstrad ist ein deutschlandweit agierendes Unternehmen für Dienstrad-Leasing. Unicredit und die Deutsche Telekom betreiben Callcenter. Die Deutsche Bahn Connect ist mit zwei ihrer insgesamt sechs deutschen DB Autohäusern in Schweinfurt ansässig, mit ihren beiden Sparten Fahrzeughandel mit Gebrauchtwagen und den sogenannten „Premium-Autohäusern“, in denen hochwertige Fahrzeuge insbesondere der Marken Mercedes-Benz, Audi und BMW angeboten werden. Die Deutsche Dienstrad ist ein Leasinganbieter für Fahrräder. Die Firma dronesecure betreibt die erste Drohnenschule Deutschlands. Der Verlag Vogt & Fritz ist ein weltweit tätiger Noten-Spezialverlag für zeitgenössische Musik. Der Buch- und Idee-Verlag und der Revista Verlag haben Schweinfurt und die Region als thematische Schwerpunkte. CatFish Publisher ist ein neu gegründeter Verlag für fantastische Geschichten, der sich zum Ziel setzte, Bücher auch in unterdrückte Sprachen zu übersetzen. Die beiden Tageszeitungen Schweinfurter Tagblatt und Volkszeitung gehören zur Würzburger Mediengruppe Main-Post, die im Bereich der Printmedien eine Monopolstellung in Mainfranken besitzt und zur Mediengruppe Pressedruck in Augsburg gehört. Anzeigenblätter werden von der Mediengruppe Main-Post (markt und main Sonntag) und vom Schweinfurter SAZ-Verlag (Schweinfurter Anzeiger und Sonntagsanzeiger) herausgegeben. Die Mediengruppe Main-Post hat eine Online-Ausgabe. Spezielle Online-Zeitungen sind Schweinfurt City/swity.de, deren Artikel das Nachrichtenmagazin Focus in seiner bayerischen Online-Ausgabe ungeprüft übernimmt und SW1.News sowie inFranken.de mit einer Schweinfurter Ausgabe. 1991 nahm Radio Primaton als privater Hörfunksender sein Programm auf. 2017 wurde der private Hörfunksender Radio Hashtag+ gegründet mit der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen. Ein Studio des Bayerischen Rundfunks (BR) (siehe: Fernsehen) produziert für BR-Hörfunkprogramme Beiträge aus der Region Main-Rhön. Das Studio Main-Rhön des Bayerischen Rundfunks in Schweinfurt produziert Beiträge aus der Region und sendet Live-Berichte für den BR und die ARD. TV Mainfranken sendet täglich ein Programm für Schweinfurt und die Region Main-Rhön. Radio Hashtag+ und TV Mainfranken sind auch über das Internet empfangbar. Ausschließliches Internetfernsehen bietet SW-N.TV mit Beiträgen aus dem Stadtgebiet an. 2004 wurde das Konferenzzentrum Maininsel (KMI) auf der Maininsel Bleichrasen zusammen mit einem Viersterne-Hotel eröffnet. Hier finden insbesondere Tagungen von (über)regionalen Gesellschaften und Verbänden sowie Verbrauchermessen statt. In Schweinfurt gab es 2017 insgesamt 21 Beherbergungsbetriebe, 1547 Gästebetten, 130.375 Gästeankünfte (+ 3,7 % im Vergleich zu 2016) und 228.764 Übernachtungen (+ 1,5 %), davon 32.902 Auslandsgäste. 2019 arbeiteten in den Hotels und Gaststätten der Stadt rund 1700 Menschen. Unter den Touristen sind Geschäftsreisende, Konferenz-Teilnehmer, Museums- und Radtouristen (Main-Radweg) und Urlauber auf dem Weg in den Süden. Schweinfurt liegt in einer Tourismus-Region, zwischen dem bayerischen Staatsbad Bad Kissingen und der Volkacher Mainschleife. Zusammen kommt diese Region auf über 2 Millionen jährliche Übernachtungen und über 200 Beherbergungsbetriebe mit etwa 10.000 Gästebetten. Bei großen Konferenzen in Schweinfurt kann zusätzlich auf Hotels in Bad Kissingen zurückgegriffen werden. Das Einzugsgebiet des Schweinfurter Einzelhandels hat 759.000 Einwohner. Schweinfurt liegt in der Mitte Mainfrankens; für seine knapp eine Million Einwohner ist die Stadt in maximal einer Stunde erreichbar. Schweinfurt besitzt eine sehr hohe Einzelhandelszentralität von 214 Punkten (z. Vgl.: Würzburg 189 Punkte; beide Werte für 2019). Die Verkaufsfläche Schweinfurts beträgt 237.600 m² (2016). Davon entfallen 70.200 m² auf die Innenstadt. Die Verkaufsflächendichte liegt bei hohen 4.500 m² pro 1.000 Einwohner (2016). In der City liegt das größte innerstädtische Einkaufszentrum Mainfrankens, die Stadtgalerie Schweinfurt (2009), eine 300 Meter lange Shopping Mall mit 22.500 m² Verkaufsfläche, 100 Geschäften und 1.300 Parkplätzen und das zweitgrößte innerstädtische Einkaufszentrum Mainfrankens, das Rückert-Centrum (1973) mit 21.000 m² Verkaufsfläche. Im Hafen-Ost entstand seit den 1980er Jahren eine der größten Fachmarktagglomerationen Deutschlands, in Konkurrenz zur Innenstadt. Die Stadt lässt im Hafen jedoch kein innenstadtrelevantes Warenangebot zu. 2009 eröffnete XXXLutz im benachbarten Maintal zwei Möbelhäuser seiner Marken XXXL Neubert und Mömax mit zusammen 34.900 m² Verkaufsfläche. Schweinfurt ist das Zentrum der Bau- und Immobilienwirtschaft Mainfrankens. Die Firmengruppe Riedel Bau agiert als Bauunternehmen bundesweit und, mit Schwerpunkt in Mainfranken, in den Bereichen Projektentwicklung und Realisierung von Bauträgerprojekten. Die Unternehmensgruppe Glöckle agiert in selber Weise, zudem auch im Tiefbau. Das 1996 gegründete Maschinenbauunternehmen SenerTec produziert und vertreibt Kraft-Wärme-Energiesysteme, so das Dachs-Mini-Blockheizkraftwerk. In der Geburtsstadt des Fahrrads (siehe Artikel-Einleitung) sind auch heute z. T. namhafte (Zuliefer)Firmen der Branche ansässig: SRAM, Winora (zu Accell Group), R Raymon Bicycles und Pierer New Mobility Group. Schweinfurt ist Hauptsitz von Maincor, einem Hersteller von Kunststoffrohren sowie Sitz von Mainplastik und Melaplast, das Melamin-Laminate produziert. KLT Hummel Plastic produziert vor allem für die Automobilindustrie. ML Lubrication entwickelt und produziert Kühlschmierstoffe. Im historischen Zentrum der deutschen Farbenindustrie (Schweinfurter Grün) gibt es heute nur noch die Buntfarbenfabrik Deifel. P.A.C. am Hainig und im Maintal ist ein weltweit führender Hersteller von Multifunktionstüchern. Im lößreichen Schweinfurter Gauland im Westen des Landkreises gedeiht unter anderem Braugerste hoher Qualität. In der Stadt sind eine Getreidemühle (Cramer Mühle) und zwei Malzfabriken (Ireks, mit Hauptsitz in Kulmbach und Mälzerei Günther Schubert) ansässig. Schweinfurt liegt unweit westlich von Bierfranken. Von früher insgesamt elf Brauereien in der Stadt existiert heute nur noch die Brauerei Roth. Siehe: Liste ehemaliger Brauereien in Bayern, Schweinfurt Stadt und näheres Umfeld wurden aufgrund der zentralen Lage in Deutschland und Europa (siehe: Lage) zum wichtigen Logistikstandort. Hier haben ZF Friedrichshafen und SKF ihr deutsches bzw. europäisches Logistikzentrum. DB Schenker bietet an drei Standorten alle Bereiche der Logistik an. Das Mineralölunternehmen Erik Walther hat seinen Hauptsitz in Schweinfurt. Es betreibt rund 70 eigene Tankstellen in vier Bundesländern und verschifft die Mineralöle mit einer eigenen Tankerflotte von den ARA-Häfen (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen) zum Schweinfurter Hauptsitz und anderen Tanklagern. Im Süden der Stadt betreibt die Schweinfurter Baufirma Glöckle an den Schmachtenseen Sand- und Kiesabbau. Landwirtschaftlich werden 1033 ha im Stadtgebiet genutzt. Der Weinbau umfasst 3,5 ha (siehe: Weinbau). Die Waldgebiete umfassen 500 ha, die allermeist der Forstwirtschaft unterliegen. Verkehrsverbünde Die Verkehrsgemeinschaft Schweinfurt (VSW) ist eine Verkehrsgemeinschaft des Öffentlichen Personennahverkehrs für das Gebiet der kreisfreien Stadt Schweinfurt und den Landkreis Schweinfurt. 23 Buslinien von örtlichen Busunternehmen und zwei Bahnlinien der Erfurter Bahn, bzw. der Deutschen Bahn, bieten einen Gemeinschaftstarif an. 2025 soll die Region Schweinfurt/Main-Rhön dem Verkehrsverbunds Mainfranken (VVM) angegliedert werden, zum nach Einwohnern drittgrößtem und Fläche zweitgrößtem Verkehrsverbund Bayerns. Bahnprojekte IC Bamberg–Schweinfurt–Stuttgart–Tübingen war mit Verkehr ab Dezember 2028 geplant, als Intercity 2 (doppelstöckige Intercity-Züge) im 2-Stunden-Takt als Linie 61. Das Projekt wurde von der Deutschen Bahn 2022 abgesagt. Werntalbahn: Die Kreistage der Landkreise Schweinfurt und Main-Spessart stimmten 2021 für eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Güterverkehrsstrecke. Das Projekt musste jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben werden, da es 2023 von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft aufgrund eines eigenen Gutachtens abgesagt wurde. Untere Steigerwaldbahn: Die Strecke wurde stillgelegt aber nicht entwidmet. Wiederholt gab es Initiativen zur Reaktivierung. Neubaustrecke Schweinfurt–Bad Kissingen–Fulda: Der Landkreis Bad Kissingen setzt sich für die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2030 ein. Bahnhöfe und Haltepunkt in Schweinfurt Stadtbusse Verkehrsbetriebe Stadtwerke Schweinfurt, Liniennetz: 34 Linien, Streckenlänge 163 Kilometer; 7,5 Millionen beförderte Personen (2020). Bei Schweinfurt bilden die Bundesautobahn 70 als Südtangente und die Bundesautobahn 71 als Westtangente einen halben Ring um die Stadt, mit insgesamt sieben Anschlussstellen für Stadt und Vororte, weshalb Schweinfurt nur 5 % Durchgangsverkehr besitzt. Schweinfurt wurde zum Autobahnknoten (siehe: Neue Zentralität durch Deutsche Wiedervereinigung), weshalb hier die Bundesstraßen, mit Ausnahme der B 286 und B 303, nur noch lakale Bedeutung haben und im Raum Schweinfurt teilweise zu Staatsstraßen zurückgestuft wurden. Schweinfurt liegt an folgenden Fernstraßen: Alta (Nordkap)–Gela (Sizilien). Die europäische Nord-Süd-Achse, mit fast 5000 km Länge, verläuft auf der A 7 über das Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck. Schweinfurt–Prag. Im Endausbau durchgehend als vierstreifige Schnellstraße angestrebt, durch Aufgabe der Fichtelgebirgsautobahn nicht mehr möglich. Die Anschlussstelle Schweinfurt-Süd/Wiesentheid wurde später für die Stadt durch drei nähere Autobahnen bedeutungslos und in Wiesentheid umbenannt. Dänische Grenze–österreichische Grenze. Ab Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck (A 7/A 70) bis zur A 3 derzeit sechsstreifiger Ausbau. Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck–Autobahndreieck Bayreuth/Kulmbach (A 70/A 9). Autobahndreieck Werntal bei Schweinfurt (A 70/A 71)–Autobahndreieck Südharz (A 71/A 38). Eisenach–Kleines Walsertal. Sie verläuft 2 km vor der Stadtgrenze als Westtangente; wurde zwischen A 70 und Meiningen herabgestuft. Riedstadt (Rhein)–Bamberg; wurde im Raum Schweinfurt herabgestuft. Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck–Arnstein. Auf neuer Trasse, ohne Ortsdurchfahrten, aber nicht kreuzungsfrei. im Bundesverkehrswegeplan 2030. Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck–A 3 (Anschlussstelle Helmstadt). Über B 26a, dann dreistreifige Schnellstraße. Enzlar–Bad Brückenau. Von A 3 bis Schweinfurt kreuzungsfreie Schnellstraße (Gerolzhofen–Schwebheim dreistreifig, Schwebheim–Schweinfurt vierstreifig). A 7/Anschlussstelle Wasserlosen–Schirnding. Zwischen A 70 bei Schweinfurt und Coburger Land auf neuer Trasse, ohne Ortsdurchfahrten, aber nicht kreuzungsfrei. Das innerstädtische Straßennetz beträgt 223 km (2020) und die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge 54.470 (was der Einwohnerzahl entspricht), davon sind 44.842 PKW; 14.502 Zulassungen gab es in einem Jahr (2019). Die Stadt besitzt im westlichen Bereich ein dichtes Radwegenetz. Schweinfurt ist ein Radfernweg-Knotenpunkt. Hier kreuzen sich vier Radwege. Der 600 Kilometer lange Main-Radweg wurde 2008 als erster deutscher Radfernweg vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit fünf Sternen ausgezeichnet. Der Main-Werra-Radweg führt von Meiningen über Schweinfurt nach Würzburg. Der Wern-Radweg führt von Rottershausen unweit der Wernquelle über Schweinfurt nach Wernfeld an der Mündung der Wern in den Main. Der Main-Saale-Radweg verbindet Schweinfurt mit dem 20 Kilometer nordwestlich gelegenen Bad Kissingen an der Fränkischen Saale (siehe auch: Fernwege und Ferienstraßen). Schweinfurt liegt an der 3500 km langen Großschifffahrtsstraße, die über den Rhein-Main-Donau-Kanal die Nordsee mit dem Schwarzen Meer verbindet. Jährlich passieren 6000 Frachtschiffe die Stadt, darunter bis zu 180 Meter lange Schubverbände, meist Container- oder Tankschiffe und 1000 bis zu 135 Meter lange Flusskreuzfahrtschiffe. Die Schweinfurter Personenschifffahrt führt von März bis Oktober auf dem Main Rundfahrten durch, auch in Verbindung mit Veranstaltungen mit gastronomischen Angeboten an Bord. Die Häfen Schweinfurts umfassen einen Binnenhafen, eine Lände, Anlegestellen für Personen- und Flusskreuzfahrtschiffe sowie Bootshäfen. An der Staustufe Schweinfurt befinden sich Schleusen für Schiffe und Sportboote. Zudem gibt es in Schweinfurt ein Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (siehe: Behörden) und eine Bootsfahrschule. Die Stadt war 1911/1912 Endpunkt der in Mainz beginnenden Kettenschifffahrt auf dem Main, die 1936 wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit eingestellt wurde. Schweinfurt liegt zwischen dem Frankfurter Flughafen (118 km westlich) und dem Nürnberger Flughafen (85 km südöstlich). Um Schweinfurt liegen drei Flugplätze: Verkehrslandeplatz: Flugplatz Haßfurt-Schweinfurt, im 25 Kilometer entfernten Haßfurt, wird auch von größeren Flugzeugen angeflogen. Sonderlandeplatz: Flugplatz Schweinfurt-Süd, mit Graspiste; für Motor- und Segelflugzeuge des Aeroclubs Schweinfurt e. V. und Geschäftsreiseflugzeuge und -hubschrauber. Militärflugplatz (seit 2014 ungenutzt): Er hatte unterschiedliche Bezeichnungen: Flugplatz Schweinfurt (1937–1945), Schweinfurt Air Base (1945–1948), Conn Barracks (nur noch Hubschrauberlandeplatz, bis 2014). Die Stadtwerke Schweinfurt betreiben in der Stadt und einigen Randgemeinden ein Stromnetz, ein Methangasnetz, ein Fernwärmenetz und ein Kabelnetz. Die Stadtwerke sind Miteigentümer des Laufwasserkraftwerks Schweinfurt. Gas wird vollständig zugekauft. Fernwärme wird von der Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH bezogen, die das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS) betreibt. Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG), das sich 3,4 km südwestlich von der Grenze des Stadtgebietes befindet, wurde 2015 stillgelegt. Bis 2033 ist der anschließende nukleare Rückbau geplant. Danach beginnt der konventionelle Abriss der Gebäude und Kühltürme, der um 2035 beendet sein soll. Die schwach- und mittelradioaktiven Stoffe werden in der hierfür errichteten Bereitstellungshalle (BeHa) gelagert und die hochradioaktiven Abfälle im 2006 erbauten Brennelementbehälterlager (BELLA), das eine Laufzeit von 40 Jahren besitzt. Wo danach die radioaktiven Abfälle hinkommen steht noch nicht fest, da es noch kein zentrales Endlager gibt. Die beiden Gebäude BeHa und BELLA werden das Einzige sein, was nach dem Abbruch vom KKG übrigbleibt. Einer der wichtigsten deutschen Leitungsknoten der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, der Leitungsknoten Bergrheinfeld, befindet sich am gegenüberliegenden Mainufer des Kernkraftwerks. Er wird als ein Ende der geplanten Stromtrasse Suedlink und erstes Großprojekt in Erdverkabelung weiter ausgebaut.[veraltet] Die Wasserversorgung Schweinfurts wird durch 42 Brunnen an den Wehranlagen im Maintal (siehe: Gewässer, Karte) und acht weiteren Tiefbrunnen sichergestellt, die von den Stadtwerken Schweinfurt betrieben werden. Das trockene Unterfranken wird zusätzlich über den Main-Donau-Kanal mit Wasser aus den Speicherseen der Fränkischen Seenplatte versorgt. Zunächst werden die tief liegenden Stadtteile (Niederdruckzone) über Hochbehälter beliefert. Von hier wird Trinkwasser in höher gelegene Stadtteile (Hochdruckzone I) gepumpt und schließlich weiter in die Hochbehälter der am höchsten gelegenen Stadtbereiche (Hochdruckzone II). Das Schweinfurter Trinkwasser (Härtebereich III) hat nur geringe Nitratwerte, enthält aber viele Mineralien. Die Geschichte der Schweinfurter Krankenhäuser beginnt 1233, als König Heinrich VII., ein Urenkel von Barbarossa, ein von ihm begonnenes Spital unter seinen Schutz stellte. Zur Geschichte der Spitäler Schweinfurts siehe auch: Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt, Vorgeschichte Das Leopoldina-Krankenhaus (Volksmund: Leo) ist ein städtisches Akutkrankenhaus der Schwerpunktversorgung, mit 2000 Mitarbeitern, über 700 Planbetten, 15 bettenführenden Fachabteilungen, 6 Instituten und 12 Dialyseplätzen. 2019 wurde das „Leo“ im Klinikvergleich des Nachrichtenmagazins Focus als „Top regionales Krankenhaus“ ausgezeichnet. Auf dem Campus befinden sich zudem ein Medizinisches Versorgungszentrum (Ärztehaus) sowie weitere Institute. Das Krankenhaus St. Josef ist ein katholisches Krankenhaus mit 260 Betten und 7 bettenführenden Fachabteilungen. Unweit des Krankenhauses, in der ehemaligen Frauenklinik Dr. Knüpffer, befindet sich die Palliativstation des Josefskrankenhauses, dem ebenfalls ein größeres Ärztehaus mit sieben Fachpraxen angegliedert ist. Die Tagesklinik für Psychiatrie Schweinfurt ist eine Außenstelle mit 20 Betten des Krankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck. Die Augenklinik Mainfranken im Rückert Center führt ambulante Operationen und Behandlungen durch. Das Ambulante Reha-Centrum am Hainig befasst sich mit Wiederherstellung und Erhalt der Beweglichkeit. Das Haus Marienthal ist eine Jugendhilfeeinrichtung mit nahezu 170-jähriger Tradition. 1849 besuchte Johann Hinrich Wichern, der Gründer der Inneren Mission, auch Schweinfurt. Er hatte in Hamburg das Rauhe Haus zur Rettung verwahrloster Kinder errichtet. 1854 wurde auf Initiative von Ludwig von Jan das Schweinfurter Waisen- und Rettungshaus eingeweiht. Seit 2000 gehören sämtliche Schülerhorte der Stadt Schweinfurt zum Haus Marienthal. Die einstmals protestantische Stiftungsschule wird noch von historischen, evangelischen Vororten (Reichsdörfer und Reichsritterschaften) unterstützt. Schweinfurt entwickelt sich zu einem wichtigen Behördenstandort, mit Zuständigkeiten, die teilweise weit über die Region hinausgehen. In den 1990er Jahren wurde das Bayerische Landesamt für Statistik von München nach Schweinfurt teilverlagert; die Münchner Dienststelle wurde inzwischen geschlossen und als Ersatz eine Dienststelle in Fürth eröffnet. Derzeit wird in Schweinfurt die größte Bearbeitungsstelle des Finanzamtes München erbaut (geplante Eröffnung 2025/26) mit 300 Stellen im Endausbau. Schweinfurt gehört zum Gerichtsbezirk des Oberlandesgerichts Bamberg. In den 1990er Jahren wurde das Bayerische Landessozialgericht von München nach Schweinfurt teilverlagert. Die Polizeiinspektion Schweinfurt ist für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt mit Ausnahme des Altlandkreises Gerolzhofen zuständig. Bei Bedarf werden zudem schwerwiegende Umweltdelikte der Region Main-Rhön zentral von der PI Schweinfurt bearbeitet. Die Wasserschutzpolizei Schweinfurt gehört zur PI Schweinfurt und ist für 75 Main-Kilometer zwischen Limbach (Landkreis Haßberge) und Gerlachshausen (Landkreis Kitzingen) sowie für diverse Gewässer in der Region Main-Rhön zuständig. Die Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Schweinfurt ist für die Region Main-Rhön (ca. 440.000 Einwohner) für die schwere Kriminalität zuständig. An der Schnittstelle der Autobahnen 7, 70 und 71 liegt die Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck (Autobahnpolizei), welche verkehrs-, allgemeinpolizeiliche Aufgaben und Kriminalitätsbekämpfung auf den Bundesautobahnen im Bereich der Region Main-Rhön wahrnimmt. Bis zur Auflösung der US-Heeresgarnison Schweinfurt im Jahre 2014 gab es zudem die US-Militärpolizei (MP) Schweinfurt. In Schweinfurt sind mehrere Feuerwehren ansässig. Die Feuerwehr Schweinfurt besteht aus einer Freiwilligen Feuerwehr und hauptamtlichen Kräften in der Feuerwache (ständige Wache) am Hainig. In der Stadt sind drei Werkfeuerwehren ansässig – mehr als z. B. in München (2) oder in Berlin (1) – in den Werken von Schaeffler, SKF und ZF Friedrichshafen. Zudem gab es bis zur Auflösung der US-Heeresgarnison Schweinfurt im Jahre 2014 eine amerikanische Feuerwehr. Der Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt umfasst die Region Main-Rhön mit 18 Rettungswachen. Sie ist die flächenmäßig drittgrößte ILS Bayerns und koordiniert Rettungsdienste, Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Wasserwacht, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Bergwachteinheiten und weiteres. Schweinfurt galt als Stadt des Sports. Diese Bezeichnung wird auch heute noch manchmal verwendet, obwohl die sportliche Blütezeit der Stadt bereits in den 1930er Jahren lag, mit Nachwirkungen bis in die Nachkriegszeit. Jedoch spielt der Schweinfurter Sport, ausgenommen von Randsportarten, seit Jahrzehnten keine bundesweite Rolle mehr. Maßgeblich für die einstigen sportlichen Erfolge war das 1936, eine Woche vor den Olympischen Spielen in Berlin, eröffnete Willy-Sachs-Stadion (seit 2021: Sachs-Stadion) und die Regattastrecke auf dem Main. Als zu den Olympischen Spielen 1972 in München größere, modernere Anlagen entstanden und schließlich 1976 der 1. FC Schweinfurt 05 erstmals in seiner Geschichte in den Amateurfußball abstieg, ging die Zeit Schweinfurts als Sportstadt zu Ende, wodurch auch der einstmals hohe Bekanntheitsgrad der Stadt schwand. In der Stadt gibt es 76 Sportvereine und Betriebssportgemeinschaften (2020). Wie vielerorts wurden auch in Schweinfurt herkömmliche Sportvereine, insbesondere mit Fußballabteilungen, durch die Demografie dezimiert oder mussten neu organisiert werden. Tennisanlagen wurden infolge der Konkurrenz zum boomenden Golfsport rückgebaut. Die Bürgerliche Schützengesellschaft 1433 Freischütz von 1875 ist der älteste Verein der Stadt, der vermutlich schon vor 1433 bestand, noch vor Verbreitung des Schießpulvers, als Verein für Armbrustschützen. Die Turngemeinde Schweinfurt 1848 hat rund 3.000 Mitglieder. Der größte Verein der Stadt ist die Sektion Schweinfurt des Deutschen Alpenvereins mit 4.735 Mitgliedern (Stand: 31. Dezember 2023) sie betreibt das DAV-Kletterzentrum in Schweinfurt, die Schweinfurter Hütte in den Stubaier Alpen und die Hütte an der Haselstaude in der Schweinfurter Rhön, wo sich auch der Bootshafen des Segelclubs Ellertshäuser See Schweinfurt (SCES) befindet. Schweinfurt gilt als Fußballstadt mit langer Tradition. Am 12. Mai 1937, vier Tage vor der Geburtsstunde der Breslau-Elf, stellten Schweinfurter Fußballer in einem Testspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Manchester City im Schweinfurter Sachs-Stadion die gesamte Läuferreihe, mit Andreas Kupfer, Albin Kitzinger (beide 1. FC Schweinfurt 05) und Robert Bernard (VfR 07 Schweinfurt). Der italienische Doppelweltmeistertrainer Vittorio Pozzo stellte erstmals eine Europäische Fußballauswahl zusammen, die am 26. Oktober 1938 im Highbury in London gegen England spielte. In dieser ersten Weltelf der Fußballgeschichte waren zwei Deutsche vertreten, Andreas Kupfer und Albin Kitzinger, beide vom FC 05. Andreas Kupfer war der erste Kapitän der Fußballnationalmannschaft der Bundesrepublik Deutschland, 1950 im Spiel gegen die Schweiz. Günter Bernard vom FC 05 war in den 1960er Jahren Nationaltorhüter, mit 5 Einsätzen. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gastierte die tunesische Nationalmannschaft in Schweinfurt und trainierte im Sachs-Stadion. Die größten Erfolge des FC 05 waren das Erreichen der Endrunden zur deutschen Meisterschaft 1939 und 1942 sowie 1936 des Halbfinales im Tschammerpokal (Vorläufer des DFB-Pokals). Der Verein brachte mehrere National- und Weltklassespieler hervor (siehe: Fußball). In den 1930er und Anfang der 1940er Jahre war der FC 05 nach dem 1. FC Nürnberg die Nummer 2 im bayerischen Fußball. Von 1931 bis zur Einführung der 1. Bundesliga 1963 spielte der FC 05 ohne Unterbrechung in der jeweils höchsten nationalen Spielklasse. Zweimal 1966 und 1975 misslang der Versuch, in die erste Bundesliga aufzusteigen. 1974 war der FC 05 Gründungsmitglied der 2. Fußball-Bundesliga. In der Saison 2001/02 gehörte der Verein zum dritten und bisher letzten Mal der 2. Liga an und seit der Saison 2013/14 der Regionalliga Bayern. Der einstige Lokalrivale VfR 07 spielte von 1939 bis 1941 ebenfalls in der höchsten Spielklasse, der Gauliga Bayern, im Stadion am Hutrasen. Der größte Erfolg des Vereins war 1940 das Erreichen der zweiten Hauptrunde des Tschammerpokals, in der er gegen Rapid Wien ausschied. Robert Bernard vom VfR 07 absolvierte 1936 zwei Länderspiele in der deutschen Fußballnationalmannschaft. 2015 wurde der VfR 07 aufgelöst. Einige Leichtathletikvorentscheidungen der gesamtdeutschen Olympiamannschaft für die Olympischen Spiele 1960 in Rom fanden im Schweinfurter Sachs-Stadion statt. Aus dem Eislauf- und Rollschuhverein ERV Schweinfurt ging der zweimalige Eisschnelllauf-Weltrekordinhaber im Großen Vierkampf und viermalige Weltmeister im Rollschnelllauf Günter Traub hervor. Er trainierte von 1969 bis 1970 die US-amerikanische Nationalmannschaft im Eisschnelllauf. In den 1960er Jahren bildete der ERV Schweinfurt das Zentrum des deutschen Rollhockeys und stellte fast die gesamte Nationalmannschaft. Die größten Erfolge der Eishockeymannschaft des ERV (seit 2003 Mighty Dogs) waren zwei Spielzeiten in der 2. Liga Süd von 1994 bis 1996 und die Meisterschaft in der Oberliga Süd/Ost 2003. Die größten Erfolge erzielte der Verein mit deutschen Vizemeisterschaften im Mannschaftsfahren 1934 und 1935 sowie im Radpolo 1967. Die beiden letztgenannten Vereine stehen auch in Verbindung mit der Fahrrad- und Rollschuhtradition der Stadt, in der Fahrräder, Skateboards, Inlineskates und dazugehörige Kugellager hergestellt wurden bzw. werden. Der Ruder-Club Franken unterhält eine 1000 Meter lange Regattastrecke auf dem Main. Sie ist neben der Olympiaanlage in Oberschleißheim eine der beiden bayerischen Regattastrecken. In den geraden Jahren finden die bayerischen Meisterschaften im Rudern auf der Olympiaanlage statt und in den ungeraden Jahren in Schweinfurt, wo auch bereits die deutschen Sprintmeisterschaften und der Deutsche Rudertag ausgetragen wurden. Der Golfclub Schweinfurt gehört mit über 1000 Mitgliedern zu den größeren Vereinen der Stadt. Er betreibt in Löffelsterz eine 18-Loch-Anlage, einen öffentlichen 6-Loch-Kurzplatz und eine öffentliche Driving Range. Die Golfakademie Hoppachshof liegt 4 Kilometer weiter nordwestlich, mit einem öffentlichen 3-Loch-Platz mit Driving Range. Die Faustball-Weltmeisterschaft 1972 und die Faustball-Europameisterschaft 2012 der Männer fanden im Sachs-Stadion statt. Für Korbball ist der Raum Schweinfurt, neben Niedersachsen, das deutsche Zentrum. An der Gutermann-Promenade befinden sich Anlegestellen für die Schweinfurter Personenschifffahrt (Rundfahrten), für die Vermietung von „Grillbooten“ (Grillen auf dem Boot) und für Sportboote. Die Mainlände ist Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe. An der Mainpromenade liegt in einer Mainbastion der Stadtstrand Schweinfurt. Zwischen Main und Sennfelder Seenkranz ziehen sich die Wehranlagen 2 Kilometer hin, mit Bademöglichkeit, Sportclubs, Bootshäfen und Gastronomie. Im Süden der Stadt, am Schwebheimer Wald, liegt die Naherholungsanlage Baggersee, mit einem 26 Hektar großen Badesee, 1 Kilometer langen Strand, Rundweg, Bootsvermietung und Hochseilgarten. Im Südenen liegen jenseits der eng gezogenen Stadtgrenzen drei weitere Badeseen (siehe auch: Gewässer). Die Schweinfurter Rhön (auch: Hesselbacher Waldland) erstreckt sich mit ihrem dichten Wanderwegenetz bis in den Norden des Stadtgebiets hinein, mit den Tälern des Zellergrundbachs und Höllenbachs. Hier befinden sich große Biergärten oberhalb der Stadt, eine Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins, das Silvana-Freizeitbad und der Wildpark an den Eichen. Das Waldland zieht sich im Osten des Stadtgebiets bis zum oberhalb des Mains gelegenen Burgberg Peterstirn mit seinen Weinbergen hin (Weingut und Weinfeste). Der Beerhüterturm oberhalb der Weinberge bietet einen Blick über das Schweinfurter Becken auf den Kamm des Steigerwalds, der Anteil an allen drei fränkischen Regierungsbezirken hat. Die Peterstirn mit dem Karlsturm bildet eine Landmarke am Anfang der Mainleite, einer historischen Weinkulturlandschaft. Diese Steillage ist der südliche Hang des Hainbergs, einem Tafelberg mit einem ausgedehnten Wanderwegenetz. Eislauf ist auf der Natureisbahn an der Ludwigsbrücke und im Icedome am Sachs-Stadion möglich. Durch das Stadtgebiet läuft eine Klimascheide, mit dem wintermilden, auf nur knapp über 200 m ü. NN gelegenem Main-Tiefland im Süden und den bis über 100 m höher gelegenen Ausläufern der Schweinfurter Rhön (im Vorfeld der Haßberge) im Norden, mit einer Rodelbahn vom Stadtwald ins Tal des Zellergrundbachs. Siehe auch: Wälder, Parks und Schutzgebiete und Höllental In der Stadt beginnen drei Fernwanderwege: Ein Ast des Unterfränkischen Jakobswegs führt ins Biosphärenreservat Rhön zum Kreuzberg (928 m), ein Weg zum Schweinfurter Haus am Gangolfsberg (736 m) und der Friedrich-Rückert-Wanderweg führt vom Geburtshaus des Dichters am Markt durch die nordöstlich gelegenen Haßberge (Deutscher Burgenwinkel) nach Neuses bei Coburg. Schweinfurt liegt an der Kreuzung von vier Radfernwegen, die u. a. in die drei benachbarten UNESCO-Welterbestätten Bad Kissingen, Würzburg und Bamberg führen (siehe: Radwege). Zudem liegt die Stadt am nordöstlichen Ende der Bocksbeutelstraße, die zur Volkacher Mainschleife führt. Die Niederwerrner Straße, eine vielbefahrene Ausfallstraße, bietet im mittleren Bereich als Allee mit Vorgartenzone einen Rahmen für Straßencafés. Hier entwickelte sich ab den 1960er Jahren ein deutsch-amerikanischer Boulevard, vorwiegend mit Eiscafés, Pizzerien (La Gondola seit 1959) und Nachtlokalen, der an schönen Sommertagen von nachmittags bis in die Nacht belebt war. Die Schließung der US-Heeresgarnison Schweinfurt im Jahre 2014 brachte einen Rückschlag. Die 1990er Jahre waren die Blütezeit der Kneipenmeile in der nördlichen Altstadt. Die Kneipenmeile zog sich von der Oberen Straße über Kornmarkt und Bauerngasse bis zum Zeughaus hin, mit im Kern über 100 Jahre alten Wirtshäusern. Die südöstliche Altstadt entwickelte sich insbesondere in neuerer Zeit zu einem gastronomischen Quartier, mit Restaurants unterschiedlicher Standards und Trendlokalen gehobener Qualität, vorwiegend Bars und Cafés. In der Stadt gibt es 14 Kinosäle. Das Weltbio Kino-Center aus den 1950er Jahren wurde zum Schachtelkino mit fünf Sälen umgebaut. Unweit davon eröffnete 2009 die Filmwelt Schweinfurt, ein Multiplex-Kino in 3-D, mit sieben Sälen und insgesamt 1010 Sitzplätzen, wo auch Konzerte und Events live übertragen werde. Das KuK (Kino und Kneipe) im Musikerviertel ist ein Programmkino mit zwei Sälen. Die örtliche Diskothekenszene hat sich seit dem Abzug der Amerikaner 2014 teilweise verändert. Die 2012 abgebrannte 90 m lange Großdiskothek Megadrom am Hainig zog als Hottest Hip-Hop-Club of Germany samstagabends ein afroamerikanisches und deutsch-amerikanisches Publikum aus dem süddeutschen Raum an (siehe auch: Subkulturelle Szene). Heute besteht die Diskothek in verkleinerter Form als Club 360 Grad. Im einstigen Mad in Oberndorf, mit damals ähnlichem Publikum, gastierte Ende der 1990er Jahre zweimal VIVA Club Rotation, moderiert von Daisy Dee. Die in Club Diamond umbenannte Großdiskothek, mit zwei Floors, wurde nach dem Abzug der Amerikaner, wie zuvor schon das Megadrom, zu einer deutsch-russischen Diskothek. Die neben dem Club 360 Grad liegende Rockfabrik, ebenfalls mit zwei Floors, hat sich seit Beginn der Ära von Techno und Großdiskotheken Anfang der 1990er Jahre bis heute unverändert gehalten. Die als Eastside bekannte Diskothek an der Ludwigsbrücke eröffnete 2017 neu als Pure Club & Lounge mit diversen Musikrichtungen und Partys. Der einstige Suzie Club im Hafen-Ost verstand sich als Edeldiskothek und wird heute als Tante Suzie geführt. (Siehe auch: Pop- und subkulturelle Musik) In Bayern ist in Gemeinden ab 30.000 Einwohnern die Prostitution grundsätzlich erlaubt. Eine Ausweisung von sogenannten Toleranzzonen, mittels Erlass von Sperrbezirken für das gesamte restliche Stadtgebiet, gibt es in Schweinfurt nicht. Dies lehnte der Stadtrat wiederholt ab. 2011 verteilten sich 32 Bordellbetriebe über das Stadtgebiet, 2019 waren es 49, hauptsächlich in der Innenstadt, mit Schwerpunkt um das Revier um den Kornmarkt. Die zunehmende Verlagerung der Prostitution in Deutschland in die Illegalität, durch in Asien angeworbene Prostituierte, wurde auch in Schweinfurt seit den 2010er Jahren festgestellt. Bei Kontrollen von Polizei und Zoll wurden chinesische Schleuserinnen aufgefunden, die chinesische Prostituierte über südeuropäische Länder einschleusten, die jedoch zur Erwerbsarbeit in Deutschland keine Erlaubnis hatten. Erfindung des ungeschnürten Fußballs Im Jahre 1920 erfand der Schweinfurter Fritz Stöcklein den ungeschnürten VAU-DE-Es-Fußball mit Rückschlagventil. Flugpioniere Gebrüder Dittmar Die in Schweinfurt lebenden Brüder Heini und Edgar Dittmar wurden zu Flugpionieren, da 50 Kilometer nordwestlich der Stadt die als Wiege des Segelflugs bezeichnete Wasserkuppe liegt. Beide stellten 1928 und 1934 Langstrecken- und Höhenweltrekorde im Segelflug auf. Heini gelang 1936 die erste Alpenüberquerung mit einem Segelflugzeug. 1937 wurde er erster Segelflugweltmeister und 1941 überschritt er mit dem Raketenflugzeug Messerschmitt Me 163 als erster Mensch die 1000-km/h-Marke und erreichte 1944 eine Geschwindigkeit von 1130 km/h, die erst 1953 mit einer Hawker Hunter übertroffen wurde. Erstes Bodybuilding-Studio Deutschlands Der US-Amerikaner Harry Gelbfarb wurde 1951 zur Armee eingezogen und später in Schweinfurt stationiert. Nach seiner Armeezeit traf er in Kalifornien bekannte Bodybuilder und eröffnete danach 1956 in Schweinfurt das erste Bodybuilding-Studio Deutschlands. Im Jahre 1959 gründete er mit Mitgliedern seines Studios den ersten deutschen Bodybuilding-Verband (DKB). Im Jahre 1981 organisierte Gelbfarb in seinem Schweinfurter Studio die ersten deutschen Meisterschaften im Kraftdreikampf der Frauen. „Sie waren zu siebt, als Harry Gelbfarb im Jahr 1959 den ersten deutschen Bodybuilding-Verband gründete. Ein halbes Jahrhundert später sind es sieben Millionen Menschen, die in Fitnessstudios ihre Kraft mit Gewichten und Maschinen trainieren“. Auch Günter Traub (siehe: Eis- und Rollhockey) war ein Pionier der Fitnessbewegung mit seinen in St. Moritz selbstentwickelten alpinen Bewegungskursen. Er war der Gesundheitscoach von bekannten Automobilrennfahrern, wie Niki Lauda, Jackie Stewart, Hans-Joachim Stuck oder Jochen Mass sowie vom Dirigenten Herbert von Karajan. Gütesiegel Echtes Leder made in Schweinfurt Um 1960 entwarf im Auftrag des damaligen Vorsitzenden des Verbandes der Deutschen Lederindustrie und Chefs der Lichtenfelser Firma Striwa der Grafiker Oskar von Lingen in einer Schweinfurter Werbeagentur das Gütesiegel für Echtes Leder. Es ist seit Jahrzehnten weltweit gebräuchlich (englisch: Real leather oder Genuine leather, französisch: Cuir véritable). Es wurde im Laufe der Zeit zum Vorbild vieler späterer Gütesiegel, z. B. für Echte Baumwolle. Ludwig Mies van der Rohe und Schweinfurt 40 Jahre vor der Eröffnung des Museums Georg Schäfer (MGS) beauftragte der Schweinfurter Industrielle Georg Schäfer den Architekten Ludwig Mies van der Rohe zur Planung eines Museums für seine bedeutende Privatsammlung. Der Entwurf von 1960/61 sah einen gläsernen, stützenlosen, eingeschossigen Hallenraum mit einer Stahlkonstruktion vor und sollte im Fichtels-Garten, einem Abschnitt der nördlichen Schweinfurter Wallanlagen, errichtet werden. Der damalige von der SPD dominierte Stadtrat lehnte das Geschenk des Industriellen für seine Heimatstadt wegen der zu übernehmenden Unterhaltskosten ab. Daraufhin verwirklichte Mies die Idee in den Jahren 1965 bis 1968 in größeren Abmessungen als Neue Nationalgalerie in West-Berlin. Es ist das einzige Bauwerk, das Mies in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg umsetzte. Die Bauleitung hatte sein Enkel Dirk Lohan, der mit einer Tochter Georg Schäfers verheiratet war. 2017 fand im MGS die einzige Ausstellung Deutschlands mit Collagen Mies van der Rohes neben der in seiner Geburtsstadt Aachen statt, als Leihgabe des Museum of Modern Art in New York City. Gunter Sachs Gunter Sachs wurde auf Schloss Mainberg bei Schweinfurt 1932 geboren und gehörte bis Mitte der 1980er Jahre dem Aufsichtsrat der Sachs-Gruppe in Schweinfurt an. Er hatte ein distanziertes Verhältnis zu seiner Heimatstadt, die in seiner Biographie nicht erwähnt wird. Er war in den 1960er und 1970er Jahren als Prototyp des Gentleman-Playboys bekannt. Nach seiner Liaison mit der persischen Ex-Kaiserin Soraya 1962 war er von 1966 bis 1969 mit der französischen Filmschauspielerin Brigitte Bardot verheiratet. Der Fotograf und Kunstsammler führte das Nachkriegsdeutschland aus seiner Provinzialität, machte die Pop Art salonfähig und entdeckte Andy Warhol. Airbus „Schweinfurt“ Der Lufthansa Airbus A 319 (D-AILY) bekam den Namen „Schweinfurt“. Beinamen Schweinfurts Der älteste und geläufigste Beiname Schweinfurts ist Kugellagerstadt. Er wird in neuerer Zeit eher abwertend und in Veröffentlichungen aus Schweinfurt nur noch ungern benutzt, da er der infolge des Strukturwandels entstandenen wirtschaftlichen Vielfalt zu wenig gerecht wird. Wenn der Beiname noch genutzt wird, dann meist in der abgewandelten Form Wälzlagerstadt. Seltener kommt in Veröffentlichungen die Bezeichnung Welthauptstadt der Kugellager vor. Stadtmotto Das Motto Industrie und Kunst war unter Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser Grundlage der Stadtentwicklung und steht seitdem auf den touristischen Unterrichtungstafeln an den Autobahnen im Umfeld der Stadt. Aus Schweinfurt stammen u. a. Judith von Schweinfurt, (eine Herzogin von Böhmen, beigesetzt im Veitsdom zu Prag), Friedrich Rückert (Dichter und Orientalist), Theodor Fischer (Architekt), Andreas Kupfer und Albin Kitzinger (einzige Deutsche in der ersten Weltelf der Fußballgeschichte), Günter Bernard (DFB A-Nationaltorhüter), Stefan Marquard (Starkoch), Jürgen Höller (Motivationstrainer und Autor) und Tommy Jaud (Autor). Gunter Sachs (Playboy und Kunstsammler) wurde im Schweinfurter Vorort Mainberg geboren. Daneben war die Stadt Anziehungspunkt und Teil im Leben von Ernst Sachs (Erfinder und Industrieller) oder Klaus Ernst (Mitbegründer der WASG und ehemaliger Vorsitzender der Linkspartei). Familiäre und/oder berufliche Bezüge zu Schweinfurt haben u. a. Ludwig Mies van der Rohe (siehe: Wissenswertes) und Michael Glos. Persönlichkeiten, die in der Stadt geboren wurden oder zu ihr Bezüge haben Liste der kreisfreien Städte in Deutschland Liste der deutschen Städte nach Bruttoinlandsprodukt alphabetisch nach Autoren geordnet Heinrich Christian Beck: Chronik der Stadt Schweinfurt. British Library, London 2011, ISBN 978-1-241-41569-3. Johann Kaspar Bundschuh: Schweinfurt. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 665–780 (Digitalisat). Bruno Erhard: Schweinfurt, Gestern und Heute – in 55 Bildpaaren historischer und aktueller Fotografien. Sutton Verlag, München 2019, ISBN 978-3-89702-020-7. Bernd Eusemann: Schweinfurt – die unterschätzte Schöne. Echter-Verlag, Würzburg 2021, ISBN 978-3-429-05464-9. Friedhelm Golücke: Schweinfurt und der strategische Luftkrieg 1943. Ferdinand Schöningh, Paderborn 1980, ISBN 3-506-77446-8. Hubert Gutermann: Alt Schweinfurt – in Bildern, Sitten und Sagen. Verlag Schweinfurter Tagblatt, Schweinfurt 1991, ISBN 3-925232-09-5. Georg Paul Hönn: Schweinfurt. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 529–532 (Digitalisat). Thomas Horling, Uwe Müller, Erich Schneider: Schweinfurt: Kleine Stadtgeschichte. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2014, ISBN 978-3-7917-2609-0. Martin Matl: Architekturführer Schweinfurt – Bauten nach 1945. Verlag AIV, Architekten- und Ingenieurverein, Schweinfurt 2014, ISBN 978-3-00-045006-8. Andreas Mühlich, G. Hahn: Chronik der Stadt Schweinfurt. Nabu Press, Berlin 2011, ISBN 978-1-247-00419-8. Uwe Müller: Schweinfurt – Über 200 Ansichten aus den Anfängen der Fotografie bis in die fünfziger Jahre. Sutton Verlag, München 2017, ISBN 978-3-89702-020-7. Erich Schneider: Schweinfurt und seine Denkmäler – Architektur-Kunst-Technik. Verlagshaus Weppert, Schweinfurt 2015, ISBN 978-3-9803695-9-6. Friedrich Stein: Geschichte der Stadt Schweinfurt nebst Chronik der Stadt Schweinfurt. Verlag Rückert-Buchhandlung, Schweinfurt 1992, ISBN 3-9802305-2-X. Paul Ultsch: Damals in Schweinfurt – Band 1 – Als die Stadtmauer noch Begrenzung war. Buch- und Idee-Verlag, Schweinfurt 1980, ISBN 3-9800480-1-2. Paul Ultsch: Damals in Schweinfurt – Band 2 – Entwicklung zur Industriestadt. Buch- und Idee-Verlag, Schweinfurt 1983, ISBN 3-9800480-2-0. Wolfgang Wüst: Schweinfurt und das Heilige Römische Reich deutscher Nation. In: Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte. Band 85, 2016, S. 22–44, ISSN 0342-4316. Offizielle Website der Stadt Schweinfurt Literatur von und über Schweinfurt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Schweinfurt: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik Peter Hofmann: Schweinfurtführer Kathi und Romeo: Schweinfurt: Kunst, Kultur, junge Cafés & unsere Tipps Stupidedia Schweinfurt TV 1 Fernsehproduktion: Schweinfurt aus der Luft (03:58) Luftaufnahmen360: Schweinfurt und seine Gewässer aus der Luft (02:53) Chronoshistory: Das zerstörte Berlin (00:00–02:00) und das zerstörte Schweinfurt aus der Luft (02:00–06:00) The History Channel: The Schweinfurt Raid. Erster Luftangriff auf Schweinfurt mit großen Verlusten der USAF am 17. August 1943 (45:26, Farbfilm in englischer Sprache)
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